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«Liechtenstein hat Erfahrung darin, fremdes Recht zu übernehmen»

Das Ländle steht wie die Schweiz wegen des Finanzplatzes unter Druck. Der neue Regierungschef Adrian Hasler sagt, warum Liechtenstein im Steuerstreit mit der EU auf Europa zugeht.

Der neue Liechtensteiner Regierungschef Adrian Hasler ist seit hundert Tagen im Amt. Der 49-Jährige stellt den über 3500 Schweizern, die im Ländle leben, ein gutes Zeugnis aus.
Der neue Liechtensteiner Regierungschef Adrian Hasler ist seit hundert Tagen im Amt. Der 49-Jährige stellt den über 3500 Schweizern, die im Ländle leben, ein gutes Zeugnis aus.
Brigitt Risch

Herr Regierungschef, die Schweizer stellen in Liechtenstein den grössten Ausländeranteil. Um ein Schlagwort der SVP zu benutzen: Sind wir gut integriert? Adrian Hasler (lacht): In Liechtenstein leben über hundert verschiedene Nationalitäten zusammen. Wir sind ein Einwanderungsland und sind auch auf die Arbeitskraft von Grenzgängern angewiesen. Der Ausländeranteil macht rund ein Drittel der Gesamtbevölkerung von 36'000 Einwohnern aus. Der grösste Teil der Ausländer stammt aus dem deutschsprachigen Kulturraum, also aus der Schweiz, Österreich und Deutschland. Diese Menschen sind bei uns sehr gut integriert. Sie verstehen sich als Teil des Rheintals, wo ein Austausch zwischen den Regionen über die Landesgrenzen hinaus stattfindet.

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