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Lobbyisten zerren ihre Kunden ans Licht

Die Schweizerische Public-Affairs-Gesellschaft plant ab Juli ein öffentliches Interessenregister. Einige PR-Leute wollen deshalb aus dem Verband austreten – etwa SVP-Politiker Gregor Rutz.

Treffpunkt von Parlamentariern und Lobbyisten: Die Wandelhalle im Bundeshaus in Bern. Foto: Peter Klaunzer (Keystone)
Treffpunkt von Parlamentariern und Lobbyisten: Die Wandelhalle im Bundeshaus in Bern. Foto: Peter Klaunzer (Keystone)

Den Politiker bezirzen und umschmeicheln, ihn zum Abendessen einladen, falls nötig auch mal eine subtile Drohung platzieren, alles im Interesse mächtiger Hintermänner, die auf eine bestimmte gesetzliche Regulierung oder Subvention hoffen – so ungefähr dürften sich viele Bürger das tägliche Lobbyistenhandwerk vorstellen. Die Schweizerische Public-­Affairs-Gesellschaft (Spag) als Dachverband versucht jetzt, den zwielichtigen Ruf der Branche etwas aufzubessern. Insbesondere den Ruch von Geheimnis und Intransparenz möchte man loswerden: Ab 1. Juli sind die in der Spag vereinigten Kommuni­kations­profis und Politberater verpflichtet, ihre Auftrag­geber offenzulegen. Ein Kundenregister auf der Spag-Website soll jederzeit einen Einblick in das Geflecht der Interessenbindungen erlauben.

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