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Lombardi, der Russlandversteher

Ständerat und CVP-Fraktionschef Filippo Lombardi reist fast im Monatstakt nach Russland oder empfängt russische Freunde in der Schweiz. Politiker fordern mehr Zurückhaltung.

Freundschaftlich: Im Februar begegneten sich Putin und Lombardi im House of Switzerland.
Freundschaftlich: Im Februar begegneten sich Putin und Lombardi im House of Switzerland.
House of Switzerland
Ehre für Lombardi: Die Beziehungen zwischen dem CVP-Fraktionschef und Wladimir Putin sind selbst auf der offiziellen Website des russischen Präsidenten dokumentiert.
Ehre für Lombardi: Die Beziehungen zwischen dem CVP-Fraktionschef und Wladimir Putin sind selbst auf der offiziellen Website des russischen Präsidenten dokumentiert.
kremlin.ru
Während seines Jahres als Ständeratspräsident unterzeichnete Lombardi mit dem Vizepräsidenten des Russischen Föderationsrates, Juri Worobjow (links), ein Memorandum of Understanding zwischen dem Ständerat und der Russischen Föderation.
Während seines Jahres als Ständeratspräsident unterzeichnete Lombardi mit dem Vizepräsidenten des Russischen Föderationsrates, Juri Worobjow (links), ein Memorandum of Understanding zwischen dem Ständerat und der Russischen Föderation.
Salvatore Di Nolfi, Keystone
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CVP-Ständerat Filippo Lombardi brachte seit dem Ausbruch der Ukrainekrise mehrfach seine Sympathien für Russland zum Ausdruck. Jetzt äussern sich Politiker in der «Aargauer Zeitung» säuerlich über ihren Rats- und Fraktionskollegen. Ein CVP-Bundesparlamentarier sagt anonym: «Als Fraktionschef steht er im Schaufenster. Er sollte jetzt in die Defensive gehen.» Ein anderes Fraktionsmitglied aus der Deutschschweiz sagt: «Politisch sollte man sich in dieser Situation als Fraktionschef zurückhalten.» Und auch Carlo Sommaruga (SP, GE), Präsident der Aussenpolitischen Kommission des Nationalrats, sagt, er würde mehr Zurückhaltung von Lombardi erwarten. «Ich verstehe nicht, wie jemand, der Bundesrat werden möchte, die Interessen eines Drittstaates so emotional vertritt und verteidigt.»

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