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Luxus-Arbeitgeber Bund

Gut jeder achte Bundesbeamte profitiert von Sonderbedingungen bei der Pensionierung. Das kostet die Steuerzahler mehrere Millionen Franken jährlich.

Er erhält eine komfortable Abgangsentschädigung: Armeechef André Blattmann (l.) kommuniziert zusammen mit Bundesrat Guy Parmelin (r.) seinen vorzeitigen Abgang. (23. März 2016)
Er erhält eine komfortable Abgangsentschädigung: Armeechef André Blattmann (l.) kommuniziert zusammen mit Bundesrat Guy Parmelin (r.) seinen vorzeitigen Abgang. (23. März 2016)
Lukas Lehmann, Keystone

Auf Ende März 2017 scheidet Armeechef André Blattmann aus dem Verteidigungsdepartment (VBS) aus – mit einer Abgangsentschädigung von rund 380'000 Franken über die nächsten zwei Jahre, wie der «Tages Anzeiger» am Mittwoch berichtete. Doch Blattmanns Luxusabgang ist kein Einzelfall.

«Gemäss dem Eidgenössischen Personalamt (EPA) profitieren rund 5000 Bundesbeamte von Sonderbedingungen bei der Pensionierung», schreibt die «SonntagsZeitung». Das sei gut jeder achte Bundesangestellte.

Solche Frühpensionierungen und Zuschläge kosten die Steuerzahler jährlich «einen zweistelligen Millionenbetrag». Vor vier Jahren waren es noch 76 Millionen Franken, aber verschiedene Privilegien seien bereits gestrichen worden und die Mehrkosten würden so bis 2022 auf 21 Millionen Franken fallen.

Besondere Personalkategorien

Regelmässig in den Genuss einer Frühpensionierung kommen Mitarbeiter der Grenzwache, Berufsmilitärs und Mitarbeiter von EDA und Deza, die in einem «Einsatzort mit schwierigen Lebensbedingungen» arbeiten.

Das EPA gab der Zeitung als Begründung an, die Grenzwächter würden aus Sicherheitsüberlegungen beim Einsatz der Waffe frühpensioniert, die Militärs hätten viel Präsenz- und Überzeit, und die Lebensbedingungen für die Mitarbeiter von EDA und Deza würden Auswirkungen auf ihre Lebenserwartung haben.

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