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Luzerner Halbwahrheiten

Steuerstrategie: Mit abenteuerlichen Argumenten versuchen die Luzerner Kantonsregierung und Bürgerliche, eine Steuererhöhung für Firmen zu verhindern.

Etwas Simples wie der Steuersatz kann ganze Gesellschaften spalten. Dabei gibt es gute Gründe sowohl für tiefe als auch für hohe Steuern. Die Bürgerlichen warnen, dass hohe Steuern zu einer Abwanderung von Reichen und Firmen führen – und damit Arbeitsplätze gefährden. Den Linken wiederum liegt die Steuergerechtigkeit am Herzen. Unabhängig davon, welcher Überzeugung man ist: Der Wähler sollte nie an der Nase herumgeführt werden. Genau dies geschieht im Kanton Luzern. Am 25. September stimmen die Luzerner über die SP-Steuerinitiative ab, mit der die 2012 in Kraft getretene Halbierung der Firmensteuern teilweise rückgängig gemacht werden soll. Je nach Berechnung würden dem Kanton jährlich 10 bis 45 Millionen Franken Mehreinnahmen zufliessen, um das auf über eine halbe Milliarde angewachsene Finanzloch (2017 bis 2019) zu stopfen.

«Aus der Warte der Steuereinnahmen handelt es sich um einen ziemlich klaren Misserfolg.»

Marius Brülhart, Wirtschaftsprofessor, Lausanne

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