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Polizei prüft Hintergründe von Luzi Stamms Drogenkauf

Die Berner Polizei hat die Substanz getestet, die ihr der SVP-Politiker übergab. Dieser will die Politik aufrütteln.

«Die Behörden sollten aufräumen»: SVP-Nationalrat Luzi Stamm ist erschüttert, wie leicht man in Bern an Drogen kommt. (7. März 2019) Bild: Peter Schneider/Keystone
«Die Behörden sollten aufräumen»: SVP-Nationalrat Luzi Stamm ist erschüttert, wie leicht man in Bern an Drogen kommt. (7. März 2019) Bild: Peter Schneider/Keystone

Die Berner Kantonspolizei klärt ab, wie SVP-Nationalrat Luzi Stamm in den Besitz von Kokain gekommen ist und woher die Droge stammt. Der Parlamentarier hatte die Substanz am Mittwoch im Bundeshaus der Polizei übergeben.

Die genauen Umstände würden nun – wie bei der Sicherstellung von Drogen üblich – geprüft, sagte Polizeisprecher Christoph Gnägi am Donnerstag auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-sda. Ein Drogen-Schnelltest hatte ergeben, dass es sich bei der von Stamm der Polizei übergebenen Substanz um Kokain handelte.

Stamm will die Politik aufrütteln

Stamm hatte das Pulver nach eigenen Angaben am Dienstagabend einem Strassenmusiker abgekauft, der ihm Drogen angeboten hatte. Er sei erschüttert gewesen, dass man mitten in Bern so einfach zu Drogen komme, sagte Stamm in Interviews mit verschiedenen Medien. Mit seiner Aktion wolle er die Politik aufrütteln.

Die Behörden sollten «aufräumen» und die Dealer stärker ins Visier nehmen. Ob er nun selber wegen illegalen Drogenbesitz gebüsst werden könnte, sei ihm «egal». Laut Medienberichten kaufte der SVP-Politiker ein Säckchen für etwas mehr als 45 Franken, wobei er bezweifelte, dass es sich dabei tatsächlich um Drogen handelte.

(SDA)

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