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Macht die Roller-Parkgebühr schweizweit Schule?

In Basel müssen Rollerfahrer künftig zahlen, wenn sie in der Stadt parkieren. Luzern könnte bald nachziehen. Und damit nicht genug.

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Ideale Verkehrsmittel für die Stadt: Roller auf einem Parkplatz in Genf.
Ideale Verkehrsmittel für die Stadt: Roller auf einem Parkplatz in Genf.
Keystone

In grossen Städten sind sie ein beliebtes Fortbewegungsmittel: Roller, Mofas oder Motorräder. In der Basler Innenstadt wird ab diesem Herbst aber für Roller und Motorräder eine Parkgebühr von 50 Rappen pro Stunde erhoben. Dies beschloss der Basler Grosse Rat Ende März. Wie die NZZ heute berichtet, fordern nun auch linke Politiker in Luzern, in der Innenstadt Parkgebühren für motorisierte Zweiräder zu erheben.

Nicht nur in Basel, sondern auch in Luzern ärgern sich bürgerliche Kreise über diese Idee: «Ich setze ein grosses Fragezeichen, ob die Politiker den letzten Rappen aus dem Portemonnaie der Bürger nehmen müssen», sagte der Luzerner SVP-Fraktionschef Marcel Lingg gegenüber Radio Pilatus. Er sei auch sehr skeptisch, ob sich der Aufwand für solche Parkgebühren tatsächlich lohnen. Viele Grüne seien regelrechte Autohasser. «Sie vergessen, dass im Auto auch ein Mensch sitzt», so der SVP-Politiker. Nun würden sie diesen Hass auf die Motorroller übertragen. «Dabei blendet man aus, dass einige Leute auf den Roller angewiesen sind, um zur Arbeit zu kommen und ihre Familie zu ernähren.»

Zürich wartet ab

Wie die NZZ weiter schrieb, interessierten sich gemäss Aussagen des Basler Bau- und Verkehrsdepartements auch mehrere andere Städte für die Idee. In Zürich sind solche Bezahlparkplätze allerdings noch kein Thema, wie Heiko Ciceri, Kommunikationsverantwortlicher bei der Dienstabteilung Verkehr, gegenüber Redaktion Tamedia sagt: «Wir beobachten vorerst, wie dieses System in den anderen Städten anläuft.»

In Basel geht derweil die Diskussion auch nach der Abstimmung im Grossen Rat weiter. «Schluss mit der ungerechten Abzockerei», forderte der Bund der Steuerzahler und die junge SVP erwägt gar, eine Volksinitiative zu lancieren. Dabei sei es doch nur soweit gekommen, weil er vor einigen Jahren einen Streit mit dem Velofahrer Jörg Vitelli (SP) gehabt habe, glaubt Rollerfahrer und Grossrat Alexander Gröflin (SVP). Dabei ging es um Verkehrsregeln und Roller, die auf den Veloabstellplätzen zu viel Raum einnehmen. Der Streit sei nie beigelegt worden.

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