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Männer in der rechten Ecke

Warum wählen junge Männer immer öfter rechts? Weil sie unter einer Orientierungskrise leiden.

Schrieb das Buch «Was vom Manne übrig blieb»: Walter Hollstein.
Schrieb das Buch «Was vom Manne übrig blieb»: Walter Hollstein.
Keystone

Die Wahlforschung hat jüngst festgestellt: Innert 12 Jahren sind 20 Prozent der jungen Männer in der Schweiz politisch nach rechts «gewandert». Während sich 1995 16 Prozent als rechts bezeichnet haben, waren es 2007 schon 36 Prozent.

Das ist keineswegs erstaunlich. Kritische Beobachter weisen schon seit mehr als 20 Jahren darauf hin, dass es bei jungen Männern eine zunehmende Orientierungskrise gibt. Das hat Gründe. Cheryl Benard und Edit Schlaffer – beides Feministinnen – verdeutlichen diese Krise am Beispiel kleiner Buben. Diesen werde aufgrund des veränderten Zeitgeists «ihre Vielseitigkeit und Sensibilität genommen», zudem würden sie «durch Spott, Zwang und Abwertung» systematisch «begrenzt und verhärtet». Die beiden Sozialwissenschaftlerinnen bemängeln, dass (anders als bei den Mädchen) in der Erziehung und in der Lebenswelt von Jungen «neue Ziele, neue Wertvorstellungen und neue charakterliche Richtlinien» nicht wirklich vorkommen würden.

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