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«Man darf das Problem nicht mit schnellen, billigen Suiziden lösen»

Der Vorstand von Exit will künftig auch gesunden alten Menschen beim Selbstmord helfen. Altersmediziner Daniel Grob sagt, weshalb er das für problematisch hält.

Wird von Sterbewilligen eingenommen: Das Schlafmittel Pentobarbital, aufgenommen bei Exit in Zürich. (5. Dezember 2008)
Wird von Sterbewilligen eingenommen: Das Schlafmittel Pentobarbital, aufgenommen bei Exit in Zürich. (5. Dezember 2008)
Keystone

Der Vorstand von Exit will die Statuten ändern und auch Sterbehilfe bei Alterssuiziden ohne negative medizinische Diagnose zulassen.

Von der Akademie der Medizinischen Wissenschaft (SAMW) haben wir zur Zeit klare Richtlinien, die besagen, dass Ärzte das tödliche Barbiturat nur an Patienten abgeben dürfen, wenn das Lebensende absehbar ist, also in der letzten Phase einer schweren Krankheit. Exit begibt sich nun auf einen Weg, wo bei jeder Art von Lebensmüdigkeit und Todeswünschen die ärztliche Mithilfe beim Suizid gerechtfertigt sein soll. Da bin ich sehr skeptisch. Denn ich bin im Alltag sehr häufig mit Sterbewünschen konfrontiert. In den meisten Fällen heisst das aber nicht, «ich will mich umbringen».

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