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«Man hätte das Interview mit Glarner gleich abbrechen können»

FDP-Ständerat Philipp Müller unterstellt SVP-Asylchef Andreas Glarner «fehlende Sachkenntnis». Und sagt, die Partei wolle das Asylproblem gar nicht lösen.

«Gerade die SVP müsste ein Interesse an schnellen Verfahren haben»: Philipp Müller.
«Gerade die SVP müsste ein Interesse an schnellen Verfahren haben»: Philipp Müller.
Alessandro della Valle, Keystone

Herr Müller, SVP-Asylchef Andreas Glarner sagte im Interviewmit Redaktion Tamedia: «Es braucht eine Schliessung der grünen Grenze und die Wiedereinführung systematischer Kontrollen am Zoll.» Sie haben sich bei uns gemeldet und möchten sich zu diesen Forderungen äussern. Warum?

Weil sie absurd sind und davon zeugen, dass Glarner nicht weiss, worum es geht. Die Schweizer Grenze ist 1900 Kilometer lang, und 95 Prozent der Asylbewerber reisen mit dem Zug ein. Über die grüne Grenze kommen vielleicht 1 bis 2 Prozent. Grenzzäune ergeben schlicht und einfach gar keinen Sinn. Schon rein technisch ist dieser Vorschlag völlig untauglich. Dementsprechend wurde Glarner jetzt auch von der SVP-Leitung zurückgepfiffen.

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