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«Maurer müsste einmal in einem Frauenhaus vorbeigehen»

SP-Nationalrätin Chantal Galladé kritisiert Bundesrat Maurers Aussage, die Frauen wüssten nicht, wie man mit Waffen umgehe. Darum gehe es bei der Waffen-Initiative gar nicht.

Findet, Ueli Maurer verstricke sich in einem Scheingefecht: Chantal Galladé.

Bundesrat Ueli Maurers jüngster Kommentar zur Waffen-Initiative sorgt für Empörung. Frauen würden wohl eher Ja stimmen, weil sie nicht mit Waffen umzugehen wüssten, sagte er in einem Interview. Dies lässt SP-Nationalrätin Chantal Galladé nicht auf sich sitzen.

«Bundesrat Ueli Maurer verkennt, worum es bei der Initiative geht», sagt sie in einem Videointerview mit Reuters. «Es geht um den Schutz vor Waffengewalt und den Schutz der Opfer. Maurer müsste sich einmal in einem Frauenhaus erkundigen, wie viele Frauen und Kinder mit Schusswaffen bedroht werden.»

«Waffen in Privathaushalten stehen nicht für Sicherheit»

Maurer sieht dies anders. Für den 60-Jährigen bedeuten Waffen auch «Schutz und Sicherheit». Die Initiative ist für ihn «eine Geringschätzung des Bürgers». Hunderttausende Familien hätten bewiesen, dass sie mit der Waffe verantwortungsvoll umgehen könnten.

Mit dieser Sicht ist Galladé jedoch nicht einverstanden. «Waffen stehen nicht für Sicherheit, wenn sie sich in Privathaushalten befinden», sagt sie. Die Initiative ziele zudem nicht auf jene Menschen, welche die Waffe als Sportgerät brauchen würden. Schützen seien schliesslich von der Initiative ausgenommen.

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