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Medienoffensive wird zum Eigentor

Die Handschlagverweigerer aus Therwil stellen sich auf al-Jazeera als Behördenopfer dar. Sie hätten es wohl besser bleiben lassen.

Fühlen sich weiter missverstanden: Die Brüder aus Therwil. (Foto: SonntagsZeitung)
Fühlen sich weiter missverstanden: Die Brüder aus Therwil. (Foto: SonntagsZeitung)

Diese Woche hatte der 15-jährige Amer Salhani seinen grossen Auftritt. Auf dem englischsprachigen Onlineportal AJ+, das dem Medienkonzern al-Jazeera angehört, erzählte er seine Geschichte einem Millionenpublikum: Er und sein jüngerer Bruder verweigerten ihrer Lehrerin den Handschlag und rechtfertigten ihr Verhalten mit religiöser Freiheit. Die Schulleitung in Therwil (BL) wollte dies nicht akzeptieren und drohte mit Sanktionen. Was als Dorfposse hätte enden können, beschäftigt mittlerweile die ganze Welt. Im Beitrag wird der Vorfall in eine Reihe mit Minarett- und Burkaverbot gestellt. Die Schweiz, wo die Rechte von Muslimen mit Füssen getreten werden – so der Tonfall.

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