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«Jede Moschee ist autonom»

Der Imam Nehat Ismaili will extremistische Prediger nicht mehr in die hiesigen albanischen Moscheen einladen. Trotzdem pflegt er enge Beziehungen zu Saudiarabien.

Mit Nehat Ismaili sprach Michael Meier
«Wir können Moscheen keine Vorschriften machen»: Nehat Ismaili. Foto: Raisa Durandi
«Wir können Moscheen keine Vorschriften machen»: Nehat Ismaili. Foto: Raisa Durandi

Stimmen Sie dem Sicherheitsverbund zu, dass es eine anerkannte Ausbildung für muslimische Seelsorger braucht und den Kantonen alle Namen hier tätiger Imame bekannt sein müssen?

Grundsätzlich ja. Die Ausbildung sollte in Zusammenarbeit mit muslimischen Akteuren in der Schweiz erarbeitet werden. Doch sollten Massnahmen gegen die Radikalisierung schon bei Kindern und Jugendlichen greifen, und zwar im islamischen Religionsunterricht in den öffentlichen Schulen, wie das in Wil, Kreuzlingen und Ebikon der Fall ist. Die Kantone sind informiert, welche Imame wo tätig sind. In gewissen Kantonen müssen die Imame eine Integrationsvereinbarung unterschreiben. Damit verpflichten sie sich zum Erlernen einer Landessprache sowie zum Besuch von Integrationskursen.

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