Verletzte und grosser Schaden bei Unglück auf Fonduefahrt

Bei einer Oldtimerfahrt prallte in Sihlbrugg ein Zug in ein Baustellenfahrzeug. Mehrere Menschen wurden zum Teil mittelschwer verletzt. Der Schaden beträgt 500'000 Franken.

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Am Bahnhof Sihlbrugg ist am Samstagabend kurz nach 23 Uhr ein dampfbetriebener Nostalgiezug während einer Fonduefahrt in einen abgestellten Schotterwagen geprallt. Zwei Personen wurden mittelschwer verletzt und ins Spital gebracht. Der entstandene Sachschaden beträgt rund 500'000 Franken.

Der Zug befand sich auf einer Nostalgie-Fahrt von Arth-Goldau auf dem Rückweg nach Zürich. In Sihlbrugg musste der historische Zug des Typs CZm 1/2 31 einen «Tankstopp» einlegen. Nachdem Wasser aufgefüllt worden war, sollte die Reise weitergehen.

Nach Aufprall entgleist

Beim Ausfahren prallte der Zug mit Baujahr 1901 jedoch in einen abgestellten Schotterwagen. Der Zug entgleiste. Beim Aufprall wurden insgesamt 16 Personen verletzt; darunter zwei Lokomotivführer. Einer der Lokomotivführer versuchte vor dem Aufprall vom fahrenden Zug zu springen und verletzte sich an der Schulter.

Zwei Personen wurden mittelschwer verletzt, bei einer Passagierin besteht verdacht auf Hirnerschütterung, 40 kamen mit dem Schrecken davon. Die Rettungskräfte waren mit einem Grossaufgebot vor Ort.

Der Nostalgiezug sei glücklicherweise nur «sehr langsam» unterwegs gewesen, so der Polizeisprecher. Beteiligte sprechen von rund 25 km/h beim Aufprall. Alle Verletzten konnten das Spital bereits wieder verlassen. Die restlichen Passagiere wurden mit einem Shuttlebus nach Zürich gefahren.

Ursache unklar

Warum es zur Kollision kam, ist vorerst unklar und wird von der Sicherheitsuntersuchungsstelle SUST untersucht. Der Nostalgie-Zug

Als Folge des Unfalls war die Strecke zwischen Zug und Thalwil ab dem späten Samstagabend nur beschränkt befahrbar. Es kam zu Verspätungen von rund 20 Minuten. (chi/dsa/sda)

Erstellt: 21.02.2016, 02:37 Uhr

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