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Mehrheit der Parlamentsmitglieder verschweigt ihre Einkünfte

Bei der Transparenz ihrer Mandate und Bezahlungen gibt es bei den Parlamentariern gemäss Lobbywatch noch viel Luft nach oben. Wer seine Einkünfte offenlegt und wer nicht.

Von den acht Solothurner Politikern unter der Bundeshauskuppel machte nur er Angaben: FDP-Nationalrat Kurt Fluri.
Von den acht Solothurner Politikern unter der Bundeshauskuppel machte nur er Angaben: FDP-Nationalrat Kurt Fluri.
Peter Klaunzer, Keystone

Lobbywatch wollte von den 246 Mitgliedern des Schweizer Parlaments wissen, wie viel ihnen ihre Mandate finanziell einbringen. Nur ein Fünftel der Parlamentsmitglieder gab dem Netzwerk von Recherchejournalisten Auskunft.

Nur 40 Parlamentarierinnen und Parlamentarier haben bislang ihre sämtlichen Einkünfte aus ihren Interessenbindungen offengelegt – entweder auf Anfrage von Lobbywatch.ch oder auf ihren eigenen Webseiten. Sieben weitere Politiker unter der Bundeshauskuppel machten lediglich bei einem Teil ihrer Mandate Angaben zu den Einkünften. Wer Interessenbindungen und Einkünfte offen deklariert, zeigt eine aktuelle Liste auf der Website von Lobbywatch.

Nur sieben Angaben aus dem Kanton Zürich

Als grösster Schweizer Kanton stellt Zürich in Bern ein 37-köpfiges Personal. Davon halten sich 30 Mitglieder bedeckt. Die Einkünfte vollständig deklariert haben unter anderen Balthasar Glättli (Grüne) sowie Natalie Rickli und Claudio Zanetti (SVP).

Von den 27 Bernerinnen und Bernern in der Bundeshauptstadt sind es 11 Personen, die gegenüber Lobbywatch Angaben machten. Vom drittstärksten Kanton, Waadt, sind es von 20 Parlamentarierinnen und Parlamentariern lediglich die beiden SP-Vertreter, bei denen Transparenz gross geschrieben wird.

Nur «KuFlu» macht reinen Tisch

Von den Solothurner Räten in Bundesbern sticht nur einer heraus: Kurt Fluri. Gemäss der «Schweiz am Wochenende» hat «KuFlu», wie man ihn in Solothurn auch nennt, als einziger der acht Solothurner Politiker in Bern seine Einkünfte offengelegt. Bea Heim, Roberto Zanetti und Philipp Hadorn (alle SP) schwiegen gegenüber Lobbywatch ebenso wie Walter Wobmann und Christian Imark (beide SVP) sowie Stefan Müller-Altermatt und Pirmin Bischof (beide CVP).

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