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Migrationsamt erwartet 34'000 Asylbewerber

Das Staatssekretariat für Migration rechnet 2015 mit mehr Asylsuchenden als bisher angenommen. Es korrigiert die Prognose auf bis zu 34'000 Gesuche.

Grenzwachtkorps in Chiasso: Es werden voraussichtlich mehr Asylgesuche gestellt als bisher angenommen. (16. Juni 2015)
Grenzwachtkorps in Chiasso: Es werden voraussichtlich mehr Asylgesuche gestellt als bisher angenommen. (16. Juni 2015)
Benedetto Galli, Keystone

Dass das Staatssekretariat für Migration (SEM) die mögliche Anzahl Asylsuchender nach oben ändert, liegt an der Entwicklung auf der Balkanroute. In den letzten Jahren sei die Mittelmeerroute für die Anzahl Asylsuchender in der Schweiz bestimmend gewesen, sagte SEM-Sprecher Martin Reichlin gegenüber der Nachrichtenagentur SDA zu einem Vorausbericht der Rundschau des Schweizer Fernsehens SRF. Auf Grund der Witterungsverhältnisse gab es dort im Winter in der Regel einen Rückgang der Flüchtlingszahlen.

Seit Mitte Jahr sei jedoch die sogenannte Balkanroute für die Situation in Europa entscheidend. Und dort änderten sich die Verhältnisse zum Teil im Wochenrhythmus. Es sei sehr schwierig voraus zu sagen, wie sich die Lage in den Transitländern wie Griechenland, Serbien, Kroatien oder Österreich entwickle und wie die Asylsuchenden die Lage in Deutschland einschätzten, sagte Reichlin.

Platz für mehr Hilfesuchende

Zur Zeit wisse deshalb niemand, ob es im Winter auch auf dieser Route einen Rückgang geben könnte. Aber da bis im September bereits 24'000 Gesuche gestellt wurden, geht das SEM bis Ende Jahr von 32'000 bis 34'000 Gesuchen aus.

Die Schweiz sei grundsätzlich darauf vorbereitet, auch eine grössere Zahl von Hilfesuchenden aufzunehmen. Seit dem Frühling hätten Bund und Kantone ihre Aufnahmekapazitäten erhöht. Wenn innerhalb von wenigen Tagen hunderte Menschen ankommen sollten, könnten die Verantwortlichen auf Notunterkünfte zurückgreifen.

SDA/fal

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