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Millionäre beziehen in der Schweiz Sozialleistungen

Reiche Rentner kassieren ab: Nationalrätin Ruth Humbel fordert jetzt eine Vermögenseintrittsschwelle für Bezüger von Ergänzungsleistungen.

Manche müssen jeden Rappen umdrehen: Eine ältere Dame nimmt Geld aus ihrem Portemonnaie. (Symbolbild)
Manche müssen jeden Rappen umdrehen: Eine ältere Dame nimmt Geld aus ihrem Portemonnaie. (Symbolbild)
Keystone
Recherchen der «Rundschau» zeigen aber, dass in der Schweiz mindestens zehn Personen leben, die über ein Nettovermögen von über einer Million Franken besitzen und trotzdem Ergänzungsleistungen beziehen.
Recherchen der «Rundschau» zeigen aber, dass in der Schweiz mindestens zehn Personen leben, die über ein Nettovermögen von über einer Million Franken besitzen und trotzdem Ergänzungsleistungen beziehen.
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CVP-Nationalrätin Ruth Humbel fordert die Einführung einer  Vermögenseintrittsschwelle für EL-Bezüger. Diese soll bei 100'000 Franken liegen.
CVP-Nationalrätin Ruth Humbel fordert die Einführung einer Vermögenseintrittsschwelle für EL-Bezüger. Diese soll bei 100'000 Franken liegen.
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Die kontinuierlich ansteigenden Kosten für Ergänzungsleistungen liegen Behördenvertretern schwer auf dem Magen. Im Jahr 2008 wurden noch Leistungen in der Höhe von 3,6 Milliarden Franken ausbezahlt, mittlerweile belaufen sie sich auf rund 4,7 Milliarden Franken.

Recherchen der «Rundschau» zeigen nun, dass in der Schweiz mindestens zehn Personen leben, die ein Nettovermögen von über einer Million Franken besitzen und trotzdem dem Staat auf der Tasche liegen. Mehr als 200 Ergänzungsleistungsbezüger würden über ein Nettovermögen von über 500'000 Franken verfügen. Die meisten dieser vermögenden Personen sind im Baselbiet wohnhaft.

Eintrittsschwelle gefordert

Den Behörden ist dieser Umstand ein Dorn im Auge. Andreas Dummermuth von der IV-Stellenkonferenz spricht von einem Systemfehler, den es zu korrigieren gelte. «Wir haben heute im EL-System Personen drin, bei denen die Existenz ganz offensichtlich gar nicht gefährdet ist, das sind sehr vermögende Personen», sagte er gegenüber der «Rundschau».

CVP-Nationalrätin Ruth Humbel fordert die Einführung einer Vermögenseintrittsschwelle für EL-Bezüger. Diese soll bei 100'000 Franken liegen. Zum Vermögen gezählt wird das Grundeigentum, das BVG, Lebensversicherungen, Leibrenten, Fahrzeuge, Erbschaften sowie Erspartes und übriges Vermögen.

Rentner aus den Häusern werfen?

Beim Hauseigentümerverband ist man von der Idee mit der Vermögenshöchstgrenze weniger angetan. «Reihenweise alte Leute müssten aus ihren Häusern raus», meint dazu Ansgar Gmür, Direktor des HEV, zur «Rundschau». Ein grosser Teil des Vermögens stecke bei den Wohlhabenden in den Häusern, welche doch auch als Vorsorge dienten.

Es gebe viele, die auf dem Papier zwar reich seien, jedoch über wenig flüssige Mittel verfügen würden. Für Nationalrätin Humbel reicht dieses Argument jedoch nicht aus. Wenn das Vermögen schon vorhanden sei, dürfe die EL nicht als «Erbenschutz» fungieren.

Mehr zum Thema heute Abend in der Rundschau auf SRF 1 um 20:55 Uhr.

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