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Mit einer Taskforce gegen den Asylmissbrauch

Das Bundesamt für Migration will den Asylmissbrauch durch Menschen aus Nigeria stoppen. Die Rückschaffung abgewiesener Bewerber soll künftig schneller gehen.

Einsatz für sich und andere: Der Asylbewerber Austin Conweh aus Nigeria (l.) bei der Arbeit mit Gebäudereinigerlehrling Daniel Shehe aus Kenia im Schulhaus Im Gut in Zürich.
Einsatz für sich und andere: Der Asylbewerber Austin Conweh aus Nigeria (l.) bei der Arbeit mit Gebäudereinigerlehrling Daniel Shehe aus Kenia im Schulhaus Im Gut in Zürich.
Keystone

99,5 Prozent der Asylbewerber aus Nigeria hätten nicht die geringste Chance, in der Schweiz Asyl zu erhalten, sagt BFM-Direktor Alard du Bois-Reymond. In einem Interview mit der «NZZ am Sonntag» erklärte der BFM-Chef: «Sie kommen nicht als Flüchtlinge, sondern um Geschäfte zu machen.» Ein grosser Teil betätige sich hier in der Kleinkriminalität und im Drogenhandel, behauptet du Bois-Reymond.

Um abgewiesene Asylbewerber schneller nach Nigeria zurückschaffen zu können, setzt der BFM-Direktor eine Taskforce mit Vertretern von Bund und Kantonen ein. Sie soll bis im Sommer ein Paket von Massnahmen präsentieren. Weil es aber einige Zeit daure, um die Verfahren zu beschleunigen, rechnet du Bois-Reymond auch dieses Jahr mit insgesamt 16'000 Asylgesuchen.

Misstrauen gegenüber strenggläubigen Muslimen

Dezidiert äussert sich du Bois-Reymond auch zur Integration von Muslimen. Von den 350'000 hier lebenden Muslimen seien etwa 10'000 Menschen strenggläubig. «Vor allem diesen müssen wir klarmachen, dass in der Schweiz unsere Werte und unsere Gesetze gelten», sagte BFM-Direktor.

Keinen Erfolg von Integrationsmassnahmen verspricht sich du Bois-Reymond dagegen bei einer Gruppe von Schweizer Islam-Konvertiten. Einzelne von ihnen wollten eine radikal andere Gesellschaft, «vergleichbar mit den früheren RAF-Terroristen», so der BFM-Direktor. Sie stellten ein Sicherheitsrisiko für die Schweiz dar.

SDA/raa

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