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Mit Lust an der Provokation und unbändiger Neugierde

Newsrooms als «Verrichtungsboxen» und «Diktatur der Reichweite»: Der Soziologe und Medienkritiker Kurt Imhof sah sich als Warner, der sich um den Zustand der Medien sorgt.

MeinungVon Daniel Foppa
«Eine engagierte Persönlichkeit»: Kurt Imhof an der Uni Zürich. (29. Juni 2005)
«Eine engagierte Persönlichkeit»: Kurt Imhof an der Uni Zürich. (29. Juni 2005)
Gaetan Bally, Keystone
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Es fällt schwer, sich vorzustellen, dass diese Stimme für immer verstummt ist: Kurt Imhof, Deuter der unterschiedlichsten Gesellschaftsphänomene, streitbarer und streitlustiger Experte, der Politik und Medien immer wieder den Spiegel vorgehalten hat. Noch letzten Dezember besuchte Imhof mit seinem Forschungsinstitut Öffentlichkeit und Gesellschaft den Newsroom des «Tages-Anzeigers». Dem Besuch vorangegangen war eine typische imhofsche Provokation; er hatte Newsrooms öffentlich als «Verrichtungsboxen» bezeichnet, in denen mediales Kurzfutter hergestellt werde, und freute sich schelmisch über die dadurch entstandene Debatte.

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