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Mit Lust an der Provokation und unbändiger Neugierde

Newsrooms als «Verrichtungsboxen» und «Diktatur der Reichweite»: Der Soziologe und Medienkritiker Kurt Imhof sah sich als Warner, der sich um den Zustand der Medien sorgt.

«Eine engagierte Persönlichkeit»: Kurt Imhof an der Uni Zürich. (29. Juni 2005)
«Eine engagierte Persönlichkeit»: Kurt Imhof an der Uni Zürich. (29. Juni 2005)
Gaetan Bally, Keystone
Er leitete den Forschungsbereich Öffentlichkeitssoziologie und Geschichte: Imhof im Soziologischen Institut in Zürich. (29. Juni 2005)
Er leitete den Forschungsbereich Öffentlichkeitssoziologie und Geschichte: Imhof im Soziologischen Institut in Zürich. (29. Juni 2005)
Gaetan Bally, Keystone
Imhof, der seinen Lehrstuhl seit dem Jahr 2000 innehatte, war in den Medien sehr präsent. (8. April 2000)
Imhof, der seinen Lehrstuhl seit dem Jahr 2000 innehatte, war in den Medien sehr präsent. (8. April 2000)
Ayse Yavas, Keystone
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Es fällt schwer, sich vorzustellen, dass diese Stimme für immer verstummt ist: Kurt Imhof, Deuter der unterschiedlichsten Gesellschaftsphänomene, streitbarer und streitlustiger Experte, der Politik und Medien immer wieder den Spiegel vorgehalten hat. Noch letzten Dezember besuchte Imhof mit seinem Forschungsinstitut Öffentlichkeit und Gesellschaft den Newsroom des «Tages-Anzeigers». Dem Besuch vorangegangen war eine typische imhofsche Provokation; er hatte Newsrooms öffentlich als «Verrichtungsboxen» bezeichnet, in denen mediales Kurzfutter hergestellt werde, und freute sich schelmisch über die dadurch entstandene Debatte.

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