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Mit wenigen Millionen zum klaren Nein

Die Auswertung eines Werbeforschungsunternehmens zeigt erstmals, wie viel Geld die Inserateschlacht am 28. Februar verschlungen hat.

Klares Verdikt: Nein-Plakate bei Bellinzona im Vorfeld der Abstimmung über die Durchsetzungsinitiative.(16. Februar 2016)
Klares Verdikt: Nein-Plakate bei Bellinzona im Vorfeld der Abstimmung über die Durchsetzungsinitiative.(16. Februar 2016)
Carlo Reguzzi, Keystone

Auf 4,2 Millionen Bruttowerbefranken veranschlagen die Branchenkenner die Mittel, die für die Abstimmungswerbung rund um die Durchsetzungsinitiative vom 28. Februar ausgegeben wurden. Das zeigt eine Auswertung von Media Focus im Auftrag der «SonntagsZeitung».

Zwei Drittel davon – so der Bericht des Unternehmens – gab das Nein-Lager aus: 2,8 Millionen Franken wurden gegen die Verschärfung des Ausländerrechts investiert, während die Initianten 1,5 Millionen einsetzten. Die Zahlen dürfen als verhältnismässig tief bezeichnet werden – für die Abstimmung über die zweite Gotthardröhre am selben Tag wurden laut Media Focus 5,7 Millionen Bruttowerbefranken ausgegeben. Über drei Millionen oder etwas mehr als die Hälfte kam von den Gegnern, die sich aus diversen links-grünen Verbänden und Parteien zusammensetzten.

Kein Vergleich mit den Kosten von 2014

Bescheiden seien die genannten Kosten insbesondere angesichts der hohen Stimmbeteiligung, findet die «SonntagsZeitung». Den teuersten Abstimmungskampf der letzten zehn Jahre habe die Initiative gegen Masseneinwanderung verursacht, die 2014 bei einer Stimmbeteiligung von deutlich schlechteren 56,6 Prozent knapp angenommen worden sei. Über zehn Millionen Franken seien in die Werbung gewandert, schreibt das Sonntagsblatt. Ein Drittel hätten die SVP und ihre Verbündeten, zwei Drittel Organisationen aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft gestemmt.

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