Mitglieder dieser Partei sind am transparentesten

Die meisten Wiederkandidierenden bei den Wahlen 2019 wollen ihre Einkünfte nicht offenlegen. Doch es gibt grosse Unterschiede zwischen den Parteien.

Nicht alle wollen ihre Einkünfte offenlegen: Wahlplakate in Baden. (Keystone/Christian Beutler)

Nicht alle wollen ihre Einkünfte offenlegen: Wahlplakate in Baden. (Keystone/Christian Beutler)

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Fast drei Viertel der bisherigen und wieder kandidierenden National- und Ständeräte wollen ihre Einkünfte aus ausserparlamentarischen Tätigkeiten nicht offenlegen. Das zeigt die Transparenzliste 2019 von Lobbywatch.ch.

Lediglich 56 der 198 National- und Ständeräte, die wieder antreten, geben Auskunft über ihre Einkünfte aus Tätigkeiten in Verwaltungsräten, Verbänden und anderen Organisationen. 131 Ratsmitglieder reagierten gar nicht oder ignorierten die Frage und bestätigten lediglich die Richtigkeit der herausgefundenen Interessenbindungen. Elf Parlamentsmitglieder gewährten immerhin einen teilweisen Einblick in ihre Einkünfte, wie Lobbywatch.ch, eine Plattform für transparente Politik, am Montag zur diesjährigen Liste bekannt gab.

Jura mit 100 Prozent Transparenz

Wie schon im Vorjahr waren Mitglieder der SP am transparentesten. 60 Prozent der SP-Fraktionsangehörigen legten ihr Einkünfte offen. Mit 50 Prozent Offenherzigen landeten die Grünen auf Rang zwei. Die bürgerlichen Parteien CVP und FDP lagen mit 17,1 Prozent Transparenz deutlich zurück. Sehr zugeknöpft war mit 15,6 Prozent die SVP. Daran änderte sich seit der Erhebung 2018 kaum etwas.

Zum zehnten Mal nahm Lobbywatch.ch auch die Wiederkandidierenden nach Kantonen unter die Lupe. Mit 100 Prozent Transparenz schwang hier der Kanton Jura obenaus. Auf Kantone mit mehr als fünf antretenden Bisherigen bezogen, lag die Waadt mit einem Transparenzanteil von 50 Prozent vorne.

Lobbywat.ch ermittelt nach eigenen Angaben die Interessenbindungen der eidgenössischen Parlamentarierinnen und Parlamentarier sowie von deren Gästen im Bundeshaus laufend. Die Organisation stützt sich dabei auf öffentlich zugängliche Quellen. Lobbywatch.ch bilden Journalistinnen und Journalisten verschiedener Medienhäuser. (sep/sda)

Erstellt: 23.09.2019, 19:52 Uhr

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