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Moderat im Ton, hart in der Sache

Für viele Parlamentarier läuft das SVP-Dreierticket auf ein Einerticket hinaus: Kronfavorit Thomas Aeschi. Ein Konsenspolitiker ist er allerdings nicht.

Geht es um die Bundesratswahl, schlägt die Stunde der Parteistrategen. Die SVP, die bei vergangenen Ausmarchungen nicht immer ein glückliches Händchen hatte, will dieses Mal alles richtig machen. Bis jetzt ist das Kalkül aufgegangen. Nach wochenlanger Medienpräsenz nahm die als Castingshow inszenierte Selektion gestern das vorhersehbare Ende: Die SVP-Fraktion folgt ihrem Vorstand und schlägt der Vereinigten Bundesversammlung ein Dreierticket mit Vertretern dreier Landessprachen vor.

Für viele Parlamentarier läuft dieses Trio allerdings auf ein Einerticket hinaus. Denn der Tessiner Lega-Regierungspräsident Norman Gobbi ist bisher auf nationaler Ebene vor allem mit radikalen Forderungen wie jener nach der Grenzschliessung zu Italien aufgefallen. Der Westschweizer Kandidat Guy Parmelin gilt unter der Bundeshauskuppel zwar bei vielen als wählbar, er hat aber ein anderes Manko: Die Roman­die ist mit zwei Bundesräten bereits gut in der Landesregierung vertreten.

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