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Mogelnde Politiker fliegen häufig nur durch Zufall auf

Verdächtige Glarner Wahlzettel lassen vor den eidgenössischen Wahlen aufhorchen: Wie verbreitet ist eigentlich Wahlfälschung?

Füllte 44 Wahlzettel zu seinen Gunsten aus: Der Bieler SP-Nationalrat Ricardo Lumengo.
Füllte 44 Wahlzettel zu seinen Gunsten aus: Der Bieler SP-Nationalrat Ricardo Lumengo.
Keystone

Viele haben der Grossmutter wohl schon den Wahlzettel ausgefüllt oder dem politisch gleichgültigen Sohn die Last des Wählens abgenommen. Doch bei den Glarner Parlamentswahlen vom letzten Jahr haben sich die Hinweise auf Manipulation in einem verblüffenden Ausmass gehäuft: Auf 382 der 1803 nachträglich untersuchten Wahlzettel – in über 20 Prozent der Fälle – fand das Forensische Institut Zürich Anhaltspunkte, dass Personen mehr als nur einmal gewählt haben. Jetzt klären die Handschriften-Spezialisten ab, wie viele Zettel tatsächlich mit grosser Wahrscheinlichkeit gefälscht worden sind. Im Februar oder März wird die Glarner Regierung bekannt geben, ob das Wahlergebnis korrigiert werden muss – eine Sitzverschiebung im 60-köpfigen Parlament ist nicht ausgeschlossen.

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