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Morddrohung nach Asylbewerber-Protest

Die Jungen Grünen Solothurn haben die protestierenden Asylbewerber auf dem Bahnhofplatz unterstützt. Daraufhin erhielten sie Morddrohungen. Nun reichen sie eine Anzeige ein.

Fordern eine bessere Unterkunft: Asylbewerber am Solothurner Bahnhof.
Fordern eine bessere Unterkunft: Asylbewerber am Solothurner Bahnhof.
AZ
Die Asylbewerber verbrachten vier Nächte vor dem Bahnhof. Die Polizei löste das Protestlager am frühen Dienstagmorgen schliesslich auf.
Die Asylbewerber verbrachten vier Nächte vor dem Bahnhof. Die Polizei löste das Protestlager am frühen Dienstagmorgen schliesslich auf.
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Die Jungen Grünen Solothurn wollen nach einer anonymen Morddrohung eine Anzeige gegen Unbekannt einreichen. Die Jungpartei erhielt die Drohung nach eigenen Angaben per E-Mail. Exponenten hatten die protestierenden Asylbewerber auf dem Bahnhofplatz Solothurn unterstützt.

Eine solche Drohung könne nicht toleriert werden, teilten die Jungen Grünen Solothurn mit. Der Inhalt der Drohung richte sich gegen Asylsuchende, gegen die Jungen Grünen und gegen alle, die Asylbewerber unterstützen würden.

Die anonyme Morddrohung habe man am Dienstag auf die «Info»-Mailadresse der Partei erhalten, sagte Vizepräsident Christof Schauwecker auf Anfrage. Das E-Mail sei über einen Schweizer Provider verschickt worden.

Tee, Kaffee und Wolldecken

Mitglieder der Jungen Grünen hatten die zehn Asylbewerber unterstützt, die mehrere Tage auf dem Vorplatz des Bahnhofs Solothurn campiert hatten. Die Männer protestierten gegen ihre Unterbringung in der Zivilschutzanlage in Kestenholz SO. Die Polizei löste das Camp am vergangenen Dienstagmorgen auf. Das kantonale Amt für soziale Sicherheit (ASO) verteilte die Männer auf verschiedene Unterkünfte.

Gemäss Schauwecker halfen die Jungen Grünen den Asylbewerbern, die Plakate zu schreiben. Auch habe man Tee, Kaffee und Wolldecken vorbeigebracht. Asylsuchende sollten nicht für längere Zeit in Zivilschutzanlagen untergebracht werden, sagte Schauwecker.

SDA/bru

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