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Moritz Leuenberger verklagt Easyjet

Für den gestrichenen Easyjet-Flug von Toulouse nach Basel wurde Alt-Bundesrat Moritz Leuenberger nie entschädigt. Jetzt geht er vor Gericht.

Kämpft für seine Rechte: Alt-Bundesrat Moritz Leuenberger. (Archivbild)
Kämpft für seine Rechte: Alt-Bundesrat Moritz Leuenberger. (Archivbild)
Lukas Lehmann, Keystone

Gegen Flugausfälle ist niemand gefeit, auch nicht der ehemalige Bundesrat und Verkehrsminister Moritz Leuenberger. Im Juli 2016 wollte er mit einer Easyjet-Maschine von Toulouse nach Basel fliegen. Nach langer Wartezeit am Flughafen wurde klar, dass der Flug gestrichen worden war, wie der Alt-Bundesrat der «Nordwestschweiz» erklärte.

Easyjet habe sich in keinerlei Hinsicht um die gestrandeten Passagiere gekümmert, sagt Leuenberger. Ihm blieb nichts anderes übrig, als zu seinen Bekannten in Toulouse zurückzukehren.

Easyjet beschäftigt Justiz seit Jahren

Infolge dieses Schlamassels versuchte er, Schadensersatz bei Easyjet einzufordern, wozu Fluggesellschaften in der EU in solchen Fällen eigentlich verpflichtet wären. Zwar habe die Airline eine Entschädigung von 250 Euro schriftlich bestätigt, eine Zahlung sei jedoch nie erfolgt, heisst es im Bericht weiter.

Auch die Briefe des Alt-Bundesrats werden nicht mehr beantwortet. Leuenberger will nun Nägel mit Köpfen machen und reicht Klage beim Friedensrichteramt in Zürich ein. Easyjet hat für eine Stellungnahme auf Anfrage von Redaktion Tamedia bislang noch nicht reagiert.

Der SP-Politiker steht mit diesem Problem nicht allein da: Die Akte Easyjet beschäftige die Justiz schon seit Jahren, wie Nicole Krey, Rechtsexpertin beim auf solche Streitfälle spezialisierten Dienstleister EUClaim, zur «Nordwestschweiz» sagt. In 65 Prozent der Beschwerden zu Flügen von oder nach Deutschland gebe es Gerichtsverfahren, um die Rechte der Passagiere durchzubringen. Die Erfolgsquote dürfte auch Leuenberger Hoffnung machen: Sie liege bei 97 Prozent.

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