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Müller beschimpft einen Büezer als Analphabeten

Der Vater der MEI-Umsetzung muss in den sozialen Medien viel einstecken. Der ehemalige FDP-Chef Philipp Müller schiesst aber auch zurück.

Die Umsetzung der Masseneinwanderungsinitiative sorgt für rote Köpfe – nicht nur im Parlament. Ständerat Philipp Müller wurde auf seinem Facebook-Profil gar massiv bedroht.
Die Umsetzung der Masseneinwanderungsinitiative sorgt für rote Köpfe – nicht nur im Parlament. Ständerat Philipp Müller wurde auf seinem Facebook-Profil gar massiv bedroht.
Anthony Anex, Keystone
Das Strafmass bei Hasskommentaren in den sozialen Medien reicht von einer Geldstrafe (bei Ehrverletzung) von ein paar hundert Franken bis zu einer Freiheitsstrafe (bei einer Drohung) bis zu drei Jahren. Ob Philipp Müller rechtliche Schritte gegen die Verfasser der Hasskommentare einleitet, war bisher nicht zu erfahren: Müller (Mitte) mit Ständeratskollegen Olivier Français (l.) und Andrea Caroni. (6. Dezember 2016)
Das Strafmass bei Hasskommentaren in den sozialen Medien reicht von einer Geldstrafe (bei Ehrverletzung) von ein paar hundert Franken bis zu einer Freiheitsstrafe (bei einer Drohung) bis zu drei Jahren. Ob Philipp Müller rechtliche Schritte gegen die Verfasser der Hasskommentare einleitet, war bisher nicht zu erfahren: Müller (Mitte) mit Ständeratskollegen Olivier Français (l.) und Andrea Caroni. (6. Dezember 2016)
Anthony Anex, Keystone
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Wegen der Umsetzung der Masseneinwanderungsinitiative (MEI) sieht sich FDP-Ständerat Philipp Müller massiven Anfeindungen in den sozialen Medien ausgesetzt. Er selber schreckt aber auch nicht vor Beschimpfungen von Kritikern zurück.

So nannte er einen Servicemitarbeiter «Analphabet» und sagte indirekt, der Mann verfüge über eine beschränkte Intelligenz, wie Tele M1 berichtet. Der Mann namens Simon S. hatte Müller, der hinter dem nun gutgeheissenen Konzept der MEI-Umsetzung steht, eine Frage per SMS gestellt – in «holpriger Orthografie», wie die «Aargauer Zeitung» schreibt.

«Warum lässt man die Eidgenossen, Schweizer überhaupt abstimmen über die Massenzuwanderungsinitiative, wenn man es gar nicht umsetzen kann oder will ... » Müller schrieb laut dem Bericht zurück: «Lernen Sie mal zuerst Deutsch.» Dann sprach Müller dem Mann gar das Stimmrecht ab: «Abstimmen sollte nur dürfen, wer zumindest eine Landesprache beherrscht. Sie gehören nicht dazu.»

S. hakte nach und Müller schoss munter zurück: «Ich bin doch nicht sauer. Ich mag nur keine Zuschriften von Analphabeten, die gerade noch so weit denken können, um jeden Mist der SVP zu glauben.»

Auf Anfrage von Tele M1 wollte der ehemalige FDP-Chef nichts zu dem Schriftwechsel sagen. S. hingegen zeigte sich in dem Beitrag enttäuscht: «Ich hätte von ihm eine sachliche, anständige Antwort erwartet», sagt er zu Tele M1.

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