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Muss das sein?

Ehrengarde beim Staatsbesuch, ein Muss. Wirklich? Thomas Minder wollte sie abschaffen, Sommaruga zeigte sich gestern betroffen. Warum ein Aus dieses Rituals unmöglich ist.

Zwischenfall während des Staatsempfangs: Ein Kamerad kümmert sich um den umgekippten Soldaten.
Zwischenfall während des Staatsempfangs: Ein Kamerad kümmert sich um den umgekippten Soldaten.
Keystone

Alles läuft nach Plan: Der rote Teppich ist ausgerollt, die Militärkapelle spielt fehlerfrei, der Gesamtbundesrat wartet lächelnd, die Polizei hält die Schaulustigen auf Abstand. Die Ehrengarde steht stramm. Sogar die Sonne scheint. Die Wagenkolonne fährt vor, die Delegation des französischen Präsidenten entsteigt ihr und begrüsst die Schweizer Regierung. Doch dann geschieht es – ausgerechnet als François Hollande mit Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga die Ehrenformation abschreitet. Ein Soldat kippt kopfüber auf das Pflaster des Berner Münsterplatzes. Ein Kamerad kümmert sich umgehend um ihn, während der Rest der Formation die Haltung bewahrt. Auch die Spitzenpolitiker lassen sich nichts anmerken. Nur wenige Minuten später geht es dem Betroffenen wieder besser. Sommaruga zeigte sich an der anschliessenden Pressekonferenz besorgt und liess dem betroffenen Soldaten Genesungswünsche ausrichten.

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