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Nach Koran-Kritik: «Weltwoche» ist Opfer einer Cyber-Attacke

Aufregung nach dem Koran-Artikel von Satiriker Andreas Thiel: Zuerst musste das Redaktionsgebäude der Wochenzeitung von Sicherheitsleuten bewacht werden. Nun griffen Hacker offenbar ihre Webseite an.

ajk
Ging mit dem Koran scharf ins Gericht: Andreas Thiel. (Archivbild)
Ging mit dem Koran scharf ins Gericht: Andreas Thiel. (Archivbild)
Keystone

Versucht man im Moment die Webseite der «Weltwoche» aufzurufen, erscheint eine Fehlermeldung. Wie die Redaktion auf dem Kurznachrichtendienst Twitter erklärt, soll es sich um eine Cyber-Attacke handeln. Wer hinter dem Angriff steckt, ist zur Zeit nicht bekannt.

In der aktuellen Ausgabe der «Weltwoche» wird der Koran scharf angegriffen. Auf fünf Seiten setzt sich Satiriker Andreas Thiel in einer «Streitschrift» mit dem Heiligen Buch der Muslime auseinander. Für ihn sei der Koran «Kern des Übels», schreibt Thiel darin.

«Wir leben in einem freien Land»

Nach dem Erscheinen des Artikels hat Thiel Drohungen erhalten, wie er gegenüber Redaktion Tamedia erklärte. Gestern musste auch das «Weltwoche»-Gebäude gemäss einer Meldung von «20 Minuten» von Sicherheitsleuten bewacht werden.

Im Interview mit der Zeitung «Schweiz am Sonntag» nahm Andreas Thiel zu seinem Artikel Stellung. Der Satiriker erklärte, warum er genügend kompetent ist, um über den Koran zu schreiben. «Wenn ich eine Pointe über den Koran schreibe, dann lese ich vorher den Koran», sagt Thiel. Beim Koran sei er allerdings so entsetzt gewesen, dass er entschied, gleich die Recherche zu publizieren. Und er fügt an: «Wir leben in einem freien Land, wo jeder seine Meinung frei äussern darf.»

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