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Nahkampf um jede Stimme

Geheime Treffen, Absprachen und angeblich zufällige Begegnungen: Mit allen Tricks versuchen die Lobbyisten der Kandidaten, noch Stimmen zu gewinnen.

Im heissen Kampf um jede einzelne Stimme zählt vor allem Diskretion: Daniel Jositsch (SP/ZH) und Doris Fiala (FDP/ZH) am Mittwoch, 15. September im Nationalrat.
Im heissen Kampf um jede einzelne Stimme zählt vor allem Diskretion: Daniel Jositsch (SP/ZH) und Doris Fiala (FDP/ZH) am Mittwoch, 15. September im Nationalrat.
Keystone

Je näher der Wahlmorgen rückt, desto blanker liegen die Nerven: Nicht selten geben bei Bundesratswahlen einige wenige Stimmen den Ausschlag. Teams von Wahlkampfhelfern aus dem Parlament versuchen daher bis zur letzten Minute, für ihre Kandidaten möglichst viel Unterstützung zu gewinnen.

Im heissen Kampf um jede einzelne Stimme zählt vor allem eines: Diskretion und Unaufdringlichkeit. «Ich gehe natürlich und ungezwungen auf jene zu, die ich gewinnen möchte», verrät der Thurgauer FDP-Nationalrat Werner Messmer: «Politiker sind eitel und wollen den Anschein vermeiden, dass sie sich zu etwas überreden lassen.» Messmer gehört mit dem St. Galler Walter Müller und Marianne Kleiner aus Ausserrhoden zu jenem Team, das intensiv für Karin Keller-Sutter lobbyiert. Als Vierter fungiert der freisinnige Ex-Nationalrat Peter Weigelt. Der Kommunikationsexperte war allerdings vor allem dann involviert, als es noch um die Wirkung der Kandidaten in der Öffentlichkeit ging. «Er hat die Medienauftritte geplant», sagt Messmer.

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