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Nationalräte wollen nicht mehr als «Schwänzer» gelten

Im Parlament gelten strengere Absenzenregeln als in der Privatwirtschaft. Neu soll zumindest ein Todesfall in der Familie als Entschuldigung gelten. Warum sich die Nationalräte bisher so strenge Richtlinien auferlegten.

Will den Todesfall im engen Familienkreis als Entschuldigungsgrund einführen: Die Zürcher CVP-Nationalrätin Barbara Schmid-Federer.
Will den Todesfall im engen Familienkreis als Entschuldigungsgrund einführen: Die Zürcher CVP-Nationalrätin Barbara Schmid-Federer.
Keystone
Krankheit, Unfall, Mutterschaft und ein Mandat einer parlamentarischen Delegation gelten heute im Parlament als Entschuldigungsgründe: Leerer Pult mit Abstimmungsknöpfen im Nationalratssaal.
Krankheit, Unfall, Mutterschaft und ein Mandat einer parlamentarischen Delegation gelten heute im Parlament als Entschuldigungsgründe: Leerer Pult mit Abstimmungsknöpfen im Nationalratssaal.
Keystone
Löste 2010 eine Reform der Absenzenregeln aus: Die grünliberale Nationalrätin Tiana Angelina Moser.
Löste 2010 eine Reform der Absenzenregeln aus: Die grünliberale Nationalrätin Tiana Angelina Moser.
Keystone
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Dritter Platz auf der «Schwänzerliste»: Diese unrühmliche Auszeichnung erhielt CVP-Nationalrätin Barbara Schmid-Federer nach der Sommersession 2013. Sie hatte bei 89 von 212 Abstimmungen im Nationalrat unentschuldigt gefehlt. Dabei hatte die Zürcherin einen Grund für ihre Absenz – ihre Mutter war gestorben. Aber im Unterschied zu Unfall, Krankheit oder Mutterschaft gilt ein Todesfall im engen Familienkreis im Parlament nicht als Entschuldigungsgrund. Während Arbeitnehmer in der Privatwirtschaft in solchen Fällen üblicherweise bis zu drei Freitage erhalten, werden Nationalräte im Protokoll in der Kategorie «hat nicht teilgenommen» vermerkt – und sind damit unentschuldigt. Schmid-Federer will dies mit einer parlamentarischen Initiative ändern, die heute Nachmittag im Nationalrat behandelt wird.

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