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Naturschützer kaufen Bauland, um Zersiedlung einzudämmen

Im Kanton Aargau haben zwei Private und Pro Natura in der Bauzone Land gekauft – um es vor der Zubetonierung zu retten. Dieses Vorgehen soll nun Schule machen.

«Ein Stückchen Natur vor der Überbauung bewahren»: Pro-Natura-Geschäftsführer Johannes Jenny. Foto: Urs Flüeler (Keystone)
«Ein Stückchen Natur vor der Überbauung bewahren»: Pro-Natura-Geschäftsführer Johannes Jenny. Foto: Urs Flüeler (Keystone)

Der Aufruf wurde offenbar gehört. Benno Büeler, der Präsident des Initiativkomitees Ecopop, hatte im März die Bevölkerung dazu animiert, Bauland zu kaufen und unüberbaut zu lassen. Büeler konstatiert einen «grassierenden Bauwahn» als Folge der Zuwanderung. Den Kampf dagegen bezeichnet er als «subversive Politik» – eine Politik, die im Kanton Aargau nun Gestalt gewinnt. In der kleinen Gemeinde Villnachern haben jüngst zwei Privatpersonen 600 m2 ökologisch wertvolles Land mit Magerwiesen und Hecken gekauft, und zwar in unmittelbarer Nähe, wo sie selber wohnen. Das Besondere daran: Die Fläche liegt in einer Bauzone, dürfte also überbaut werden. Doch statt Menschen werden dort nun weiter Eidechsen leben.

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