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Neue Autoschilder: «Die Debatte ist emotional»

Der Schweiz gehen die Autonummern aus. Noch weiss der Bund nicht, wie die neuen Nummernschilder aussehen sollen - die Aufregung aber ist jetzt schon gross.

Der Platz wird knapp: Bald gehen die sechsstelligen Autoschilder aus.
Der Platz wird knapp: Bald gehen die sechsstelligen Autoschilder aus.
Keystone

Die Basler verlieren eines ihrer lang gehegten Feindbilder: Die elsässischen Autos mit den 68er-Nummernschildern. Ab 2009 führt Frankreich neue Autoschilder ein – die Herkunft des Autos, zum Beispiel 68 für das Departement Oberelsass, ist dann nicht mehr ersichtlich. Das neue Prinzip lautet: ein Auto – eine Nummer. Das störte viele: Nach massivem Widerstand willigten die Behörden ein, einen Kleber mit der Kennzeichnung des Departements in der rechten oberen Ecke fakultativ zuzulassen.

Auch in der Schweiz drohen Proteste wegen neuer Autoschilder. So könnten die Kantonswappen in absehbarer Zukunft verschwinden, da es nicht mehr genügend sechsstellige Schilder für alle immatrikulierten Fahrzeuge geben wird. Dies aus Platzgründen: Für mehr als sechs Ziffern hat es keinen Platz. «Die Debatte ist emotional. Das hat das Beispiel Frankreich gezeigt», bestätigt Frédéric Revaz, Sprecher des Bundesamts für Strassen, auf Anfrage von Redaktion Tamedia. «Bei einer Neugestaltung der Nummernschilder werden wir mit den Kantonen zusammenarbeiten.» Noch gibt es laut Revaz aber keine genauen Pläne, wie die neuen Nummernschilder aussehen sollen.

Italiener gingen auf Barrikaden

Neben Frankreich haben auch andere europäische Länder in den letzten Jahren neue Autoschilder eingeführt. In Spanien bestehen diese seit 1999 aus einer Kombination von Buchstaben und Ziffern. Es ist den Fahrzeuglenkern jedoch verboten, darauf die regionale Herkunft anzugeben. Italien führte 1994 neue Autonummern ein: Darauf konnte niemand mehr unterscheiden, ob ein Auto beispielsweise aus Palermo oder aus Mailand stammt. Die Italiener konnten sich aber nicht mit dem neuen System anfreunden, 1999 musste die Regierung die Kennzeichnung der Regionen wieder zulassen – allerdings nur fakultativ. In Deutschland sind hingegen keine neuen Autoschilder geplant.

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