Neue Initiative will Rentenalter der Lebenserwartung anpassen

Die Umverteilung in der Altersvorsorge soll beendet werden. Heute fliessen jährlich rund 7 Milliarden Franken zu den Rentnern.

Die Initiative verlangt unter anderem, Beiträge und Leistungen so festzulegen, «dass langfristig die Generationengerechtigkeit gewährleistet ist». Foto: Urs Jaudas

Die Initiative verlangt unter anderem, Beiträge und Leistungen so festzulegen, «dass langfristig die Generationengerechtigkeit gewährleistet ist». Foto: Urs Jaudas

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Eine neue Initiative aus dem rechtsbürgerlichen Lager will die Altersvorsorge wieder auf die Spur bringen. Zentrales Anliegen ist es, die Umverteilungen in der beruflichen Vorsorge zu beenden.

Heute fliessen jährlich rund 7 Milliarden Franken von den aktiven Versicherten zu den Rentnerinnen und Rentnern. Ein Grund ist der gesetzlich festgelegte Mindestumwandlungssatz von 6,8 Prozent in der obligatorischen beruflichen Vorsorge. Dieses Rentenversprechen lässt sich heute nur noch mit den Beiträgen der Aktiven einlösen.

Die Initiative «Für eine generationengerechte Altersvorsorge (Vorsorge Ja - aber fair)» will dieser Umverteilung ein Ende bereiten. In Form einer allgemeinen Anregung verlangt sie unter anderem, Beiträge und Leistungen so festzulegen, «dass langfristig die Generationengerechtigkeit gewährleistet ist».

Forderungen nicht neu

Dafür soll das Rentenalter laufend der Lebenserwartung angepasst werden. Die Renten der beruflichen Vorsorge sollen sich nach den Anlageerträgen richten. Bei der Festlegung der Leistungen soll die Sicherung des Lebensstandards im Vordergrund stehen, nicht der Nominalwert der Rente. Um die Umverteilung zu begrenzen, könnten auch bereits laufende Renten gesenkt werden.

Die Forderungen sind nicht neu. Im Parlament ist die Diskussion um die «Entpolitisierung» von Mindestzins und Umwandlungssatz und die Anpassung des Rentenalters an die Lebenserwartung längst lanciert. Wegen der dringend nötigen Stabilisierung der AHV liegt sie aber auf Eis.

Die Bundeskanzlei hat den Text der Initiative «Vorsorge Ja - aber fair» vorgeprüft und am Dienstag im Bundesblatt publiziert. Dem Komitee gehören Bundesparlamentarier von SVP und FDP an. Urheber der Initiative ist der Pensionskassenexperte Josef Bachmann. Die Sammelfrist läuft am 2. Oktober 2020 ab. (anf/sda)

Erstellt: 02.04.2019, 16:02 Uhr

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