Neue SBB-Züge nach schwieriger Geburt im Einsatz

Der neue Doppelstockzug «FV-Dosto» hat turbulente Monate hinter sich. Umso reibungsloser erfolgte die Jungfernfahrt.

Der neue SBB-Doppelstockzug «FV-Dosto» im Hauptbahnhof in Zürich. Video: Tamedia/SDA

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Ab sofort ist auf Teilen des Schweizer Schienennetzes ein neuer Zug zu sehen. Die Erstfahrt des SBB-Doppelstockzugs namens «FV-Dosto» ist am Montag problemlos erfolgt – nach schwierigen Monaten.

Die Geburt des schwarz-weiss-rot-grau lackierten Zuges der Marke Bombardier war keine einfache. Verschiedentlich war von Software-Problemen und weiteren kleineren Mängeln die Rede. Auch bei der Auslieferung kam es immer wieder zu Verzögerungen.

Die Probleme scheinen nun behoben. Zumindest die von Medien begleitete Erstfahrt des neues Doppelstockzugs ist reibungslos über die Bühne gegangen. «Es gab keine Verspätung, alles verlief nach Plan», sagte SBB-Mediensprecher Christian Ginsig auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda. Die Fahrt sei von den Kunden sehr positiv aufgenommen worden.

Anpassungen am Fahrwerk

Die Erstfahrt führte vom Hauptbahnhof Zürich nach Bern und retour - auf einer Strecke, auf der der «FV-Dosto» ab sofort mit Kunden unterwegs sein wird. Auch zwischen Zürich und Chur wird der neue Doppelstöcker eingesetzt. Insgesamt sechs der neuen Züge haben eine entsprechende Bewilligung.

Ziel ist es laut der SBB, «möglichst viel Erfahrung mit den neuen Zügen zu sammeln, damit die technische Reife der Fahrzeuge sowie auch die betrieblichen Abläufe im Hinblick auf den Einsatz ab Fahrplanwechsel im Dezember 2018 optimiert werden können». Ginsig erwähnte etwa die Feinjustierung des Fahrwerks.

Teuerster SBB-Auftrag der Geschichte

Ab Ende Jahr sollen die Züge schrittweise in den Fahrplan integriert werden und mehr Sitzplätze sowie Komfort auf der ganzen Ost-West-Achse bringen. Die SBB investiert laut eigenen Angaben in Zukunft jährlich rund eine Milliarde Franken in neue und modernisierte Züge.

Die SBB hat 2010 von Bombardier 62 Fernverkehrszüge für 1,9 Milliarden Franken bestellt. Es handelte sich um den teuersten Auftrag in der Geschichte der Bahn. (chi/sda)

Erstellt: 26.02.2018, 15:23 Uhr

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