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Neuer Zwist um Sicherheit bei Atomkraftwerken

Das Bundesamt für Energie muss eigene Aussagen zur Sicherheitsprüfung von Schweizer Atomkraftwerken korrigieren. Das Amt hatte sich auf Angaben der Atomaufsichtsbehörde Ensi verlassen. Nun wird Kritik laut.

Das Atomkraftwerk Leibstadt liegt direkt am Rhein. Foto: Winfried Rothermel (Keystone)
Das Atomkraftwerk Leibstadt liegt direkt am Rhein. Foto: Winfried Rothermel (Keystone)

Fällt ein Schüler durch eine Aufnahmeprüfung, hat er drei Optionen: Er gibt definitiv auf. Er lernt so lange weiter, bis er beim nächsten Anlauf reüssiert. Oder aber die Prüfung wird so vereinfacht, dass der Schüler sie ohne weiteren Aufwand besteht. Nach letzterem Prinzip, so warnt Greenpeace, könnte in der Schweiz die Sicherheitsprüfung von Atomkraftwerken (AKW) erfolgen. Ein Beispiel zeigt, was die Umweltorganisation meint: Wenn ein AKW einem Hochwasser, wie es statistisch gesehen nur alle 10 000 Jahre auftritt, in der Simulation nicht widersteht, könnte die Aufsichtsbehörde als Berechnungsgrundlage einfach ein schwächeres Hochwasser nehmen. Sie würde also die sogenannten Gefährdungsannahmen reduzieren. Die Folge: Dieselbe Anlage bestünde nun den Test.

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