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«Invalid» ist nicht böse gemeint, aber diskriminierend

Der Bund sollte den Begriff aus seinem Wortschatz streichen. Ersatz zu finden, ist nicht ganz einfach.

Behindertenverbände stören sich am Begriff «invalid»: Beinprothesen in Zürich.
Behindertenverbände stören sich am Begriff «invalid»: Beinprothesen in Zürich.
Gaëtan Bally, Keystone

«Behindert» heisst im Jargon des Bundes ­«invalid»: Invalidenversicherung, Invaliditätsgrad, invalide Personen. Marianne Streiff-Feller, Berner Nationalrätin und Präsidentin der EVP, will den Begriff abschaffen. In einer Motion, die von Ratskollegen fast aller Parteien mitunterzeichnet worden ist, fordert sie, dass das Wort «invalid» in der Gesetzgebung des Bundes nicht mehr vorkommt. Invalid heisst den Wortstämmen nach unwert, ungültig, unvermögend. Kantonale Behindertenkonzepte handelten längst nicht mehr von Invaliden, begründet Streiff-Feller den Vorstoss, und auch im Behindertengleichstellungsgesetz komme das Wort nicht vor. «Höchste Zeit, dass auch der Bund den Begriff abschafft.»

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