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Nicht halb so viele Asylbewerber wie 1999

Verglichen mit früheren Krisen hat sich der arabische Frühling bisher kaum auf die Schweizer Asylstatistik ausgewirkt. Die meisten Flüchtlinge können in die EU zurückgeschickt werden.

Es kommen zwar immer mehr Tunesier – doch die meisten kann die Schweiz in ein EU-Land zurückschicken: Asylbewerber in der Unterkunft.
Es kommen zwar immer mehr Tunesier – doch die meisten kann die Schweiz in ein EU-Land zurückschicken: Asylbewerber in der Unterkunft.
Keystone

Im Mai haben sich 38'000 Personen mit hängigem Asylverfahren in der Schweiz aufgehalten. Diese Zahl liegt deutlich unter den 104'000 Asylbewerbern, die 1999 wegen des Kriegs in Ex- Jugoslawien und des Bürgerkriegs in Sri Lanka in der Schweiz Zuflucht gesucht hatten.

Seit Jahresbeginn steigt jedoch die Zahl der Flüchtlinge aus Tunesien kontinuierlich an. Im Mai zählte das Bundesamt für Migration 342 Asylgesuche von Personen aus dem nordafrikanischen Land, im April waren es noch 165 gewesen, im März 159, im Februar 48 und 44 im Januar. Über die Hälfte dieser Fälle kann die Schweiz wegen des Dublin- Abkommens in europäische Nachbarländer, wo die Asylbewerber zuerst angekommen sind, zurückschicken.

«Arabischer Frühling» wirkt sich mässig aus

Andere Akteure des «arabischen Frühlings», etwa aus Ägypten, sind offenbar weniger interessiert an der Schweiz: Im Mai gingen nur gerade vier Asylgesuche von Ägyptern ein, seit Anfang Jahr insgesamt 53.

Die Situation in Libyen und in anderen nordafrikanischen Ländern hatte im Mai 29 Asylgesuche von Libyern, 29 von Marokkanern und 64 von Algeriern zur Folge. Aus Syrien stammten im Mai 52 Asylbewerber.

Am meisten Asylbewerber kommen jedoch aus Eritrea. Im vergangenen Mai stellten 545 Personen aus dem Land ein Asylgesuch. Die Plätze drei und vier nach Tunesien belegen Mazedonien (184) und Nigeria (123). Im vergangenen Mai ersuchten insgesamt 2254 Menschen um Asyl.

(SDA)

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