Strassen-ÖV wird in der Schweiz weniger genutzt

Erstmals seit zehn Jahren ist die Nutzung des öffentlichen Strassenverkehrs in der Schweiz zurückgegangen. Der Autoverkehr erreicht einen Rekordwert.

Auch der Individualverkehr hat – wie der Langsamverkehr – zugelegt: Ein Tram fährt über die Hardbrücke in Zürich. (Archiv)

Auch der Individualverkehr hat – wie der Langsamverkehr – zugelegt: Ein Tram fährt über die Hardbrücke in Zürich. (Archiv) Bild: Christian Merz/Keystone

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2017 wurden 15 Millionen Personenkilometer weniger mit Tram und Bussen zurückgelegt als im Vorjahr. Das entspricht einem Rückgang von 0,335 Prozent.

Das Bundesamt für Statistik, das die Zahlen am Donnerstag veröffentlicht hat, präzisierte nachträglich: Das Ergebnis sei mit Vorsicht zu geniessen, «da mangels aktueller Zahlen für Postauto die PostAuto-Vorjahreszahlen genommen wurden.»

Anders als öffentliche Strassenverkehrsmittel wurden Schienenfahrzeuge 2017 leicht öfter genutzt als im Vorjahr: Die im Zug absolvierten Personenkilometer stiegen um 52,5 Millionen, was einem Plus von 0,252 Prozent entspricht.

Unter Miteinbezug von Schiene, Seilbahnen und Personenschifffahrt hat die Nutzung des öffentlichen Verkehrs gemäss Präzisierung des BFS um 41 Millionen Personenkilometer oder 0,514 Prozent zugenommen.

100 Milliarden Personenkilometer

Der private motorisierte Verkehr hat im selben Zeitraum um rund 2 Prozent zugelegt – etwa im Ausmass der Vorjahre. Die Anzahl der mit privaten Kraftfahrzeugen absolvierten Personenkilometer ist dabei erstmals auf über 100 Milliarden gestiegen, wie eine Extrapolierung des Bundesamts für Statistik ergeben hat.

Deutlich zugenommen hat nur der Langsamverkehr: Letztes Jahr legten Schweizerinnen und Schweizer acht Milliarden Kilometer auf Schusters Rappen, auf dem Velo oder einem langsamen E-Bike zurück, das entspricht einem Plus von 1,25 Prozent. (nag/sda)

Erstellt: 13.12.2018, 12:01 Uhr

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