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Öko-Label nimmt keine neuen Bauern mehr auf

Der Zeitgeist verlangt verantwortungsvolles Essen von Fleisch. Doch in Wirklichkeit entwickelt sich der Absatz von Fleisch aus tierfreundlicher Haltung schleppend.

Trügerische Idylle: Viele Konsumenten sind nicht bereit, für das Fleisch von artgerecht gehaltenen Rindern tiefer in die Tasche zu greifen. Foto: Arno Balzarini (Keystone)
Trügerische Idylle: Viele Konsumenten sind nicht bereit, für das Fleisch von artgerecht gehaltenen Rindern tiefer in die Tasche zu greifen. Foto: Arno Balzarini (Keystone)

Bauer Christian Stettler sitzt an seinem Küchentisch, die Hände ineinandergefaltet, der Kälbermäster sieht nachdenklich aus. Seine Kälber machen ihm Sorgen. Sie husten. Wieder einmal. «Wir haben in den letzten Jahren stetig mehr Antibiotika gebraucht», sagt er. Wie kürzlich, als 15 Kälber geliefert wurden. Ein paar Wochen alt waren sie nur, bald wurden sie krank, Husten und Fieber, die Lunge. Der Tierarzt kam mit einer Ladung Antibiotika für den ganzen Stall. Nun liegen die Kälber im Stall im Stroh, sie tragen keine Namen, nur Nummern, in vier Monaten haben sie ihre Aufgabe erfüllt. Dann geht es zum Metzger.

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