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«Ohne Schuldenschnitt geht es nicht»

Wirtschaftsexperte und Ex-Preisüberwacher Rudolf Strahm sagt, dass die Schuldenkrise vielen Linken das Vertrauen in die EU nimmt. Und dass die Griechen am Sonntag nicht aus Trotz Nein gesagt haben.

Mit Rudolf Strahm sprach Lynn Scheurer
Rentner streiten sich in Athen mit einem Bankmitarbeiter (6. Juli 2015).
Rentner streiten sich in Athen mit einem Bankmitarbeiter (6. Juli 2015).
Emilio Morenatti, Keystone

Glauben Sie, dass die Abstimmung von gestern Alexis Tsipras’ Position in den Verhandlungen stärkt?

Psychologisch schon. Wichtiger noch scheint mir aber, dass die Strategie, die Regierung von Tsipras auszuhungern und darauf zu hoffen, dass die Meinung im Volk kippt, zumindest vorerst abgewendet wurde. Das war ja das Übereinkommen zwischen Kreisen der deutschen Regierung und der griechischen Opposition um Antonis Samaras. Ich glaube nicht, dass jetzt alles anders wird, aber zumindest wurden diese Aushungerungsstrategie und eine weitere Austeritätspolitik vorläufig verhindert. Die EU hat genauso viele Fehler gemacht wie die griechische Regierung und muss sich jetzt arrangieren.

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