«Papa, was machst du da?»

Ein Vater erwürgt seine 22-jährige Tochter. Bereits nach sechs Jahren wird er aus dem Gefängnis entlassen.

Illustration: Benjamin Güdel

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An jenem Abend im Juli 2013, bevor der Vater sie töten wird, schreibt sie ihrer besten Freundin eine Nachricht und fragt: Hast du vielleicht Zeit für einen Spaziergang? Sagt sie zu ihrer Schwester im Zimmer: Ich spüre, dass etwas Schreckliches geschehen wird. Weint sie vor ihrer Mutter.

Marilin, was ist los?

Marilin, 22 Jahre alt, gelocktes Haar, das sie seit der Oberstufe glättet, ist pflichtbewusst, grosszügig, lieb. Das älteste von drei Kindern. Vaters Liebling. Die beiden verstehen sich gut, unternehmen viel miteinander, scherzen oft. Sie sind sich ähnlich, beide sensibel. Wenn der Vater traurig ist, nimmt Marilin ihn in die Arme.

Sie fragt die Mutter oft: Wie geht es dir? Für die jüngere Schwester und den kleinen Bruder, der geistig beeinträchtigt ist, ist sie wie eine zweite Mutter. Nach der Lehre arbeitet Marilin als Filialleiterin in einem Zürcher Kleidergeschäft, fährt jeden Tag mit dem Zug über eine Stunde zum Arbeitsort und nach der Schicht wieder zurück. Abends besucht sie einen Kurs, um sich zur kaufmännischen Sachbearbeiterin ausbilden zu lassen. Sie träumt davon, Schauspielerin zu werden.

«Sie war aber kein Träumerli», sagt die Mutter. «Sie hat gearbeitet wie ein Tier.» Bei der Arbeit habe sie sich immer so beeilt, sagt Layla (Name geändert), die Schwester. Marilin, warum stresst du dich so für die Kundinnen, die eh wieder alles in Unordnung bringen?, habe sie ihre fünf Jahre ältere Schwester einmal gefragt, als diese durch den Laden geflitzt sei, an ihrem Unterarm lauter baumelnde Kleiderbügel.

Er gewinnt bei Toto X

Die Familie wohnt in einer Eigentumswohnung in einer Gemeinde am Zürichsee. Der Vater, Sohn italienischer Einwanderer und ohne Schweizer Pass, macht daheim am Computer täglich bei Sportwetten mit. Ende der 90er-Jahre, als die Kinder noch klein waren, gewann er bei Toto X 300'000 Franken. Er, der Hilfsarbeiter war und sich zum Qualitätsprüfer weiterbildete, hörte auf zu arbeiten. Jetzt wollte er das Leben geniessen. Die Familie unternahm Ausflüge, fuhr mit dem Auto durch die Schweiz.

«Wir haben eine Weile ziemlich gut gelebt», sagt die Mutter. Nur: Wie lange würde das Geld reichen? Sie war unruhig, wollte arbeiten gehen. Sie sah sich um, machte ein Diplom als Masseurin. Auch Kleinkindbetreuerin hätte ihr gefallen.

Ihr Mann aber sagte Nein. Sie solle daheim bei den Kindern bleiben. Das sei genug Arbeit. Sie bat ihn, dass wenigstens er eine Stelle suche, und ermunterte ihn immer wieder: Mach etwas aus dir, schule dich um. Du bist so intelligent.

«Er träumte wahrscheinlich davon, Millionär zu werden», sagt Marilins Mutter über ihren Ex-Mann. Als Marilin starb, reichte sie wenige Tage später die Scheidung ein. Das habe er nicht verstanden. Er habe gesagt: Wir versprachen uns doch, in guten wie in schlechten Zeiten?

«Er war ein Traumtänzer», sagt Layla über ihren Vater. Schon als kleines Mädchen habe sie gespürt, dass er unreif sei. Selber noch ein Kind. Seit Marilin nicht mehr lebt, nennt sie ihn nur noch ihren Erzeuger.

Unter Tränen sagt sie zu ihrer Mutter: Mami, es wird sowieso Mord und Totschlag geben!

Nach drei Jahren ohne Arbeit und ohne grösseren Gewinn merkte der Vater, dass sein Wettsystem nicht mehr funktionierte. Er gewann schon immer wieder mal etwas, manchmal auch ein paar 100 Franken. Aber keine Hunderttausende mehr. Er sah ein, dass er einen Job suchen musste, um die Familie versorgen zu können. Aber gepasst habe es ihm nicht, sagt die Mutter.

In ihrer Wohngemeinde fand er bald eine Stelle. Die Leute mochten ihn, weil er zurückhaltend war und charmant. Sich geschickt ausdrücken konnte. Er stieg auf und wurde Versandleiter in einem kleinen Unternehmen.

Am Abend des 28. Juli schreibt die Freundin Marilin zurück: Ich bin noch in den Ferien, aber morgen wieder da. Gehen wir dann spazieren? An jenem Abend beichtet Marilin Layla, dass sie nicht mit ihr nach London reisen könne – sie habe über 10'000 Franken verloren. An jenem Abend sagt sie unter Tränen zu ihrer Mutter: Mami, es wird sowieso Mord und Totschlag geben!

Marilin, was redest du da?

Der Vater wartet auf ein Wunder

2002 erkrankte der fünfjährige Bruder von Marilin. Er war ständig unruhig, schwer zu bändigen, rannte immerzu raus auf die Strasse. Die Ärzte diagnostizierten eine leichte Form von Autismus. Die Eltern stritten sich oft. Die Mutter wollte den Sohn in eine heilpädagogische Schule bringen, weil sie überfordert war. Der Vater war dagegen. Und weinte viel, weil er nicht glauben konnte, dass der Junge beeinträchtigt war – ausgerechnet sein einziger Sohn. Er hoffte, dass das nur eine Phase war, nur eine kleine Störung. Der Vater wartete auf ein Wunder.

Er zog sich zurück, kam nicht mehr auf die Familienausflüge mit, nur manchmal noch auf einen kleinen Spaziergang mit der Mutter. Sie liess ihn in Ruhe, fand sich damit ab, dass sie nebeneinanderher lebten. Wenn er von der Arbeit heimkam, ass er mit der Familie. Dann ging er in sein Zimmer und spielte am Computer, während die Mutter die Kinder ins Bett brachte. Er spielte weiter, wenn sie allein fernsah. Spielte, bis er schlafen ging. Marilin, elf Jahre alt, tröstete ihren Vater. Immer wieder streichelte sie ihm über den Rücken und sagte: Weisch, Papi, vielleicht hilft es ihm, wenn er ins Heim geht.

«Marilin war nie einfach nur ein Kind», sagt die Mutter. «Sie war immer schon sehr erwachsen und ernst», sagt Layla. Sie sei viel daheim geblieben, habe gelesen und geschrieben, während die Klassenkameraden den ersten Alkohol kauften und sich zum ersten Mal verliebten.

Verlän­gere doch um einen Monat, sagte die Mutter am Telefon. Mami, ich muss zurückkommen, sagte Marilin. 

2011 verlor der Vater seine Arbeit. Eine Verrenkung an der Schulter bereitete ihm starke Schmerzen. Sechs Monate war er krankgeschrieben, er erholte sich nicht mehr. Mit 51 war er ausgesteuert. Die Beziehung zwischen dem Vater und seiner ältesten Tochter wurde brüchig. Sie stritten sich viel, waren ständig angespannt.

Marilin sagte zur Mutter: Der regt mich so auf, ich halte ihn nicht mehr aus! Und die Mutter antwortete: Willst du nicht eine Weile bei einer Freundin übernachten, um ihm aus dem Weg zu gehen? Das hilft nicht, Mami, sagte Marilin. Es hat mit seiner Haltung zu tun. Die Mutter wusste nicht, worum es bei den Streitereien ging, Marilin und der Vater wollten sie nicht belasten. Die Mutter war angeschlagen, litt an Depressionen, nahm Schlafmittel.

Marilin begann, sich nach einer eigenen Wohnung umzusehen. Redete mit ihrer besten Freundin darüber, wie es wäre zusammenzuziehen. Als sie mit 21 für ein paar Monate nach Las Vegas ging, um ihr Englisch zu verbessern, war sie zum ersten Mal länger weg von daheim. Zum ersten Mal konnte sie sich nur um sich selber kümmern. Verlän­gere doch um einen Monat, sagte die Mutter zu Marilin am Telefon. Wenn es dir dort so gefällt. Mami, ich muss doch zurückkommen, sagte Marilin.

«Erst jetzt weiss ich, warum», sagt die Mutter. «Damals fing sie an, nicht mehr nur brav Ja und Amen zu sagen», sagt Layla. «Sie kam selbstbewusster zurück.»

Sie wirkt müde, gestresst

Marilin plagten Schmerzen im Nacken, den Schultern. Wenn sie den Arm leicht anhob, zuckte sie zusammen, weil die Bewegung so wehtat. Seit längerem wirkte sie gestresst, war häufig müde. Nicht mehr so fröhlich.

Am Abend des 28. Juli erzählt sie Layla im gemeinsamen Zimmer, dass sie dem Vater Geld gegeben habe. Über 10'000 Franken. Er war verschuldet und hätte fast die Eigentumswohnung verloren. Darum hat Marilin für die Ferientage in London nichts mehr übrig. Sie ist aufgelöst, redet viel, spricht von etwas Schlimmem, das bald geschehen wird, sie spüre es. Layla fragt: Was denn, Marilin? Und Marilin antwortet: Ich weiss es nicht genau. Auch die Mutter begreift nicht, was los ist. Sie sitzt im Wohnzimmer und sagt zu ihrer 22-jährigen Tochter: Ach, Marilin. Gut, dass du morgen mit einer Ärztin reden kannst.

Später an diesem Abend setzt sich der Vater zur Mutter in die Stube und schaut sie traurig an. Ich bin froh, will sich Marilin helfen lassen, sagt sie zu ihm. Er vergräbt sein Gesicht in den Händen und nickt. Als die Mutter aufsteht, um das Fenster an diesem warmen Sommerabend zu öffnen, und sich wieder zu ihm umdrehen will, ist er in sein Zimmer verschwunden.

«Ich mache mir Vorwürfe», sagt die Mutter. Wäre sie doch an jenem Morgen eher aufgewacht und hätte ihren Mann attackiert! «Ich dachte, dass Marilin an diesem Morgen schon längst bei der Arbeit war», sagt Layla.

Am Morgen des 29. Juli wacht der Bruder als Erster auf. Vom Wohnzimmer aus sieht er die Füsse von Marilin. Sie liegt im Zimmer des Vaters auf dem Boden. Der Bruder sieht auch, wie sein Vater sich über sie beugt. Der Vater schickt ihn weg. Layla schläft noch, neben ihrem Kopf rauscht ein Ventilator. Die Mutter schläft auch, bis vier Uhr morgens lag sie wach. Plötzlich steht die Polizei bei ihnen im Zimmer und sagt, dass sie aufstehen und sich anziehen sollen. Die Nachbarin von unten ist da, sie weint und schweigt. Die Tür vom Zimmer des Vaters ist geschlossen.

Er hat sich umgebracht, glauben die Mutter und Layla.

Sie werden zusammen mit dem Bruder auf den Polizeiposten gebracht. Immer wieder denken sie, dass sie Marilin informieren müssen. Sie sei im Krankenhaus, sagt der Mann vom Careteam später nur. Er gibt widersprüchliche, falsche Informationen. Einmal sagt er, Marilin sei erschossen worden. Dann sagt er, der Vater habe sie erstochen, und beisst dabei in ein Sandwich. Die Mutter, Layla und der Bruder verstehen nicht. Man bringt sie in ein Hotel, dann in die Klinik. Erst am nächsten Tag erfahren sie, was geschehen ist.

«Ich habe einen Seich gemacht»

Gegen 9 Uhr ist Marilin von einem Termin bei der Ärztin zurückgekommen. Sie erzählt ihrem Vater unter Tränen, dass sie wegen ihrer Nackenbeschwerden zu 50 Prozent krankgeschrieben wurde. So steht es in der Anklage. Im Zimmer des Vaters, wo der Drucker ist, will Marilin das Arztzeugnis kopieren. Der Vater folgt ihr, packt sie von hinten, umfasst mit seinen Händen ihren Hals. Und drückt zu. Minutenlang. «Nein, Papa», sagt Marilin. «Papa, was machst du da?» Sie fällt auf sein Bett, zappelt mit den Beinen. Er lässt nicht von ihr ab, setzt sich kniend auf sie und bedeckt ihr Gesicht mit einem Kissen, damit er sie nicht ansehen muss. Er würgt sie weiter.

Als sich Marilin nicht mehr bewegt, lässt er von ihr ab. Er legt sie auf den Boden, schlägt ihr ins Gesicht, versucht, sie zurückzuholen. Er geht einen Stock tiefer zu den Nachbarn und klingelt. Als sie die Türe öffnen, sagt er: Ich habe einen Seich gemacht. Ich habe meine Tochter umgebracht.

«Wahrscheinlich hat sich Marilin an diesem Morgen endlich gewehrt», sagt die Schwester. Dem Vater gesagt, er müsse sich jetzt selber finanzieren. Dass sie ihm kein Geld mehr geben wolle. Dass er zum Sozialamt gehen solle und aufhören mit diesem falschen Stolz, der ihn nur behindere. Wahrscheinlich habe er dann zugepackt.

Er habe eine Stimme gehört, sagt der Vater in der Einvernahme. Die Stimme habe ihm befohlen, seine Tochter zu erlösen: Greif zu, dann muss sie nicht mehr leiden. Solche Gedanken habe er schon früher gehabt, behauptet er vor Gericht. Bei seinem kranken Vater, bei seinem beeinträchtigten Sohn. Bei Marilin habe er sich nicht mehr dagegen wehren können.

Der Vater habe Gott gespielt und entschieden, dass Marilins Leben nicht mehr lebenswert sei, sagen die Staatsanwaltschaft und die Anwältin von Marilins Familie im Gerichtssaal. Er habe während der Tat keine Empathie gezeigt. Tod durch Erwürgen sei eine «besondere grausame Form der Tötung», weil sie relativ lang dauere und einen enormen Kraftaufwand benötige. Sie plädieren für Mord.

Ihr Körper war aufgedunsen, überall blaue Flecken und Kratzer am Hals, die Zunge draussen, das Gehirn tot: Mutter und Schwester erkennen Marilin nur am Familientattoo.

Der Vater wird wegen vorsätzlicher Tötung verurteilt. Acht Jahre Gefängnis. In seinem Urteil schreibt das Gericht, dass der Vater «unter grosser seelischer Belastung» handelte. Es stützt sich dabei auch auf ein psychiatrisches Gutachten, wonach sich die Familie «in den letzten Jahren in einer konstanten psychischen Belastungssituation befand, die sich immer mehr zuspitzte». Diese seelische Belastung sei aber keinesfalls entschuldbar, weil die älteste Tochter dem Vater geholfen und seine Last mitgetragen habe. Die «Lösungsidee» des Vaters, der Tod von Marilin, sei auf «seine unreife Persönlichkeit und den Inhalt seiner Zwangsgedanken zurückzuführen».

«Mir hat er nie etwas von diesen Gedanken erzählt», sagt die Mutter. Es habe nie Anzeichen gegeben. «Er war nie gewalttätig», sagt Layla. Aber oft gemein zu ihr, seiner jüngeren Tochter. Ängstlich, beschämt. Jähzornig, aber nach innen. Nur der Bruder sagte nach der Tat, der Vater habe ihn auch schon fest am Hals gepackt, als er sich geweigert habe, ins Bett zu gehen.

Am Abend danach fahren die Mutter und die Schwester mit dem Taxi ins Krankenhaus. Auf der Notaufnahme sieht Layla hinter dem Vorhang einen Hinterkopf, rote Strähnen. Sie weiss, das ist ihre Schwester. Als sie näherkommen, erkennen sie Marilin nur am Familientattoo auf dem Unterarm wieder. Ihr Körper ist aufgedunsen, überall blaue Flecken und Kratzer am Hals, die Zunge draussen. Ihr Gehirn ist tot. Am 30. Juli 2013, 20.23 Uhr, stirbt Marilin.

Seit April ist er frei

«Darüber zu reden, ist wichtig für mich», sagt Layla. So etwas dürfe nicht geschehen. Auch das Schweizer Strafgesetz habe versagt. Sie ist wie die Mutter und der Bruder schwer traumatisiert, macht seit Jahren eine Therapie. Immer wieder hat sie Weinkrämpfe. Angst. An guten Tagen kann sie sich auf ihre Ausbildung zur Kleinkinderzieherin konzentrieren. An schlechten Tagen ist sie wie erstarrt.

Als die vorzeitige Entlassung des Vaters wegen guter Führung bevorsteht und sie beim Justizvollzug nachfragt, an welchem Tag er genau freikomme und ob er nach Italien ausgeschafft werde, erhält sie keine Informationen. Sie fühlt sich nicht ernst genommen, erniedrigt. Sie bricht zusammen. Es folgen Monate in der Klinik.

Im Juni 2019 kommt die Information per Brief: Seit April ist der Vater wieder draussen. Wo er sich aufhält, ob in Italien oder bei seinem Bruder, der in der gleichen Gemeinde wohnt wie Marilins Mutter und Layla, dürfen sie nicht wissen. Datenschutz. «Das ist menschenunwürdig», sagt Layla. Sechs Jahre dafür, dass einer seine Tochter erwürgt hat? «Ist das die Schweizer Humanität: Dass der Täter besser geschützt ist als die Opfer? Wir verstehen das nicht», sagt die Mutter.

Sie wohnt mit Layla und ihrem Sohn noch immer in der Eigentumswohnung. Hätte sie die Wohnung verkauft, wäre das gesamte Geld an die Sozialhilfe gegangen. Das Zimmer, in dem der Vater Marilin erwürgt hat, hat die Mutter komplett renovieren lassen. Mit der Lebensversicherung, die Marilin mit 20 abgeschlossen hatte, konnte sie die Schulden bezahlen.

Bald will Layla Marilins Buch lesen, an dem sie über zehn Jahre geschrieben hatte. Es geht um ein Mädchen, das magische Fähigkeiten besitzt, um sich zu wehren. Marilin war fast fertig mit dem Buch. Nur ein Schluss hatte noch gefehlt.

Erstellt: 26.10.2019, 10:32 Uhr

Hinter der Geschichte

Der Text beruht auf Gesprächen mit der Mutter und der Schwester von Marilin, langjährigen Freundinnen sowie der Anwältin, die Marilins Familie vertreten hat. Die Anklage und das Urteil lagen vor. Strafmildernd war die «mittelgradig verminderte Schuldfähigkeit» des Vaters, wie das Gericht schreibt. Zudem habe er seine Tat sofort gestanden, sich bei der Aufarbeitung kooperativ verhalten und bereit erklärt, eine Therapie zu machen. Mit dem Vater zu reden, war nicht möglich: Sein Bruder sagte am Telefon, sie wollten sich zur Tat nicht mehr äussern. (slm)

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