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Papiertiger Astra

VW-Skandal: Lediglich ein paar Dutzend Autos sind betroffen. Das Zulassungsverbot des Bundes ist ein Witz.

Nun hat also der Berg definitiv die Maus geboren: Gestern erreichte uns die Mitteilung des Bundesamts für Strassen (Astra), wonach ein Zulassungsverbot für Neufahrzeuge gelten würde. Konkret heisst das, dass noch nicht zugelassene Occasionsfahrzeuge aus dem Ausland vorläufig nicht in Verkehr gesetzt werden können. Es geht also nicht mehr um das am Freitag vor einer Woche in Aussicht gestellte «Verkaufsverbot» von 180 000 potenziell betroffenen Fahrzeugen – was weltweit Schlagzeilen machte. Das Verbot gilt auch nicht für die 130'000 Autos, die das Astra nach einer Korrektur am Montag nannte. Betroffen sind auch nicht die paar Hundert manipulierten VW-Modelle, die momentan hierzulande in den Verkaufsräumen herumstehen. Nein, die Rede ist von höchstens ein paar Dutzend Occasionen, die in den kommenden Wochen von Parallel­importeuren oder Privaten eingeführt worden wären. Diese dürfen «aus Gründen des Umweltschutzes» bis zur erfolgten Umrüstung durch VW nicht auf den Strassen fahren. Warum dies nicht für die übrigen knapp 130'000 Autos gilt, bleibt ein «Amtsgeheimnis».

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