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Wie viele Frauen im Bundesrat sind «angemessen»?

Parlamentarierinnen wollen verhindern, dass bei der nächsten Vakanz erneut ein Mann in den Bundesrat gewählt wird. Sonst drohe ein Rückfall in alte Zeiten.

Fünfter Mann im Bundesrat: Der neugewählte Bundesrat Guy Parmelin am 9. Dezember 2015 in Bern.
Fünfter Mann im Bundesrat: Der neugewählte Bundesrat Guy Parmelin am 9. Dezember 2015 in Bern.
Peter Klaunzer, Keystone

Mit dem SVP-Mann Guy Parmelin werden ab Januar im Bundesrat wieder fünf Männer sitzen. Und falls wie erwartet Doris Leuthard als nächste ihren Sessel räumt, droht in der Landesregierung eine männliche Übermacht, wie sie nach der Einführung des Frauenstimmrechts noch während 28 Jahren herrschte.

1999 sassen mit der Wahl von Ruth Metzler erstmals zwei Frauen im Bundesrat. 1984 wurde mit Elisabeth Kopp die erste Bundesrätin überhaupt gewählt. Als Novum in der Geschichte des Bundesstaats gab es 2010 mit der Wahl von Simonetta Sommaruga eine Frauenmehrheit. Doch es handelte sich nur um ein weibliches Interregnum von 14 Monaten, das mit dem Rücktritt von Micheline Calmy-Rey endete. Seither geht es wieder zurück in die Vergangenheit, wie GLP-Nationalrätin Kathrin Bertschy feststellt. Falls in einigen Jahren gar nur wieder eine Frau im Bundesrat wäre, fühlten sich viele in der Bevölkerung von so einer Regierung nicht mehr vertreten, sagt die Co-Präsidentin des Bundes Schweizerischer Frauenorganisationen Alliance F.

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