Patrouille Suisse plant erste Flugshow nach Unfall

Nach dem Absturz in den Niederlanden wird die Kunstflugstaffel Mitte Juni an einem Jubiläum in Meiringen wieder zu sehen sein.

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Nach dem Absturz eines Tiger-Kampfjets in den Niederlanden wird die Patrouille Suisse an einem Jubiläum in Meiringen den nächsten offziellen Auftritt absolvieren. Allerdings wird die Staffel nur als Fünferformation zu sehen sein, meldet das VBS. Der Pilot, der seine Maschine mit dem Schleudersitz verlassen hatte, wird nicht teilnehmen.

Die Piloten sowie die zuständigen militärischen und politischen Stufen hätten dem bereits geplanten Auftritt am 17. und 18. Juni zum 75-Jahr-Jubiläum des Militärflugplatzes Meiringen zugestimmt, heisst es in der Mitteilung.

Am 9. Juni war ein F-5E-Tiger-Kampfjet während eines Trainingsfluges für eine Flugshow in Leeuwarden abgestürzt. Der Pilot hatte sich mit dem Schleudersitz gerettet und war mit seinem Fallschirm in einem Gewächshaus gelandet. Dabei zog er sich einen Bruch in einem Fuss und Schnittwunden zu und fällt für längere Zeit aus. Deshalb werde die Patrouille Suisse vorläufig nur als Fünferformation in die Lüfte steigen, heisst es beim Verteidigungsdepartement.

Erster schwerer Unfall der Patrouille Suisse

Zum Absturz läuft eine Untersuchung der Militärjustiz. Auch die niederländischen Behörden leiteten Ermittlungen ein und befragten die beiden involvierten Piloten ebenso wie die Militärjustiz noch vor Ort. Was die Piloten zum Unfall sagten, gibt die Militärjustiz nicht bekannt. Erst wenn die Untersuchung abgeschlossen sei, werde über die Erkenntnisse informiert, hiess es.

Bei einem Trainingsflug der Patrouille Suisse in den Niederlanden hatten sich am Donnerstag zwei der rot-weiss bemalten Tiger in der Luft touchiert. Einer der Jets stürzte danach ab und landete in einem Teich.

Mit einem Handy hat ein Amateurfilmer den abstürzenden Jet auf Video festgehalten. (Quelle: Youtube/De Telegraaf)

Der andere Pilot landete sein Flugzeug trotz abgerissenem Höhenleitwerk kontrolliert. Am Freitagabend reisten die beiden Piloten zurück in die Schweiz.

Klärung dauert Monate

Bis die Ursache des Unfalls geklärt ist, kann es Monate dauern, wie Luftwaffenchef Aldo Schellenberg schon am Donnerstag erklärt hatte. Das Unglück in den Niedernlanden war der erste schwere Unfall der Patrouille Suisse seit der Gründung der Kunstflugstaffel vor 52 Jahren.

Die Patrouille Suisse befand sich in den Niederlanden, weil sie an den Tagen der niederländischen Luftwaffe in Leeuwarden auftreten sollte. Dieser Auftritt wurde abgesagt. (ij/sda)

Erstellt: 14.06.2016, 16:14 Uhr

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