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Pensionskassen rechnen mit der Politik ab

Eine neue Pensionskassenstudie zeigt: Die Branche ist höchst unzufrieden mit der Schweizer Politik. Sie fordern den Bund zu konkreten Handlungen auf.

Die Pensionskassen fürchten, dass sie sich künfitg selbst sanieren müssen: Rentner in der Schweiz.
Die Pensionskassen fürchten, dass sie sich künfitg selbst sanieren müssen: Rentner in der Schweiz.
Keystone

Nicht der Bundesrat sondern die Pensionskassen selbst sollen den Mindestzinssatz in der Berufsvorsorge festlegen. Das wünscht die Branche, wie das Beratungsunternehmen «Ernst & Young» in seiner ersten Pensionskassenstudie 2010 herausfand.

Überhaupt sind die Kassen mit der Politik unzufrieden, teilten «Ernst & Young» am Donnerstag mit. 50 Prozent der 48 befragten Vorsorgeunternehmen gaben zu Protokoll, der Einfluss Bundesberns auf das Tagesgeschäft sei eher negativ, 8 Prozent werteten ihn sogar als sehr negativ.

Eine Mehrheit ist unzufrieden

Nur 6 Prozent konnten der politischen Einflussnahme Positives abgewinnen; 35 Prozent sahen den Einfluss neutral. Über zwei Drittel der Unternehmen - die Mehrzahl von ihnen grosse Einrichtungen mit über 1 Milliarde Franken Bilanzsumme - erwarten in der Zukunft einen steigenden Einfluss der Politik.

40 Prozent könnten sich im Gegenzug mit einem Solvenz- oder Stresstest für die Branche anfreunden, sofern die Tests den Rahmenbedingungen der Branche Rechnung tragen.

Unbefriedigende Vermögenserträge

Am meisten auf den Nägeln brennen den Pensionskassen gemäss der Studie die Vermögenserträge, die hinter den Vorsorgeplänen herhinken - besonders in der obligatorischen Berufsvorsorge. 85 Prozent der Kassen gehen davon aus, dass sie in den nächsten zehn Jahren ihre Vorsorgeleistungen reduzieren oder die Beiträge erhöhen müssen.

Dass die Rentner zur Sanierung herangezogen werden, ist gemäss der Studie nicht mehr Tabu. Die meisten befragten Einrichtungen redeten dabei einem Wechsel von der voll- zur teilgarantierten Rente das Wort.

SDA/mrs

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