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Pfefferspray statt durchgeladene Waffe

Die Armee reagiert auf acht ungewollte Schussabgaben während dem Wachtdienst: Ab sofort gibt es keinen Wachtdienst mit durchgeladener Waffe mehr.

Das Verteidigungsdepartement krebst zurück: Der Wachtdienst soll wie früher mit dem Magazin in der Waffe, aber mit nicht ausgeführter Ladebewegung durchgeführt werden (untergeladene Waffe). Zu diesem Schluss sei der Chef des Führungsstabes, Peter Stutz, gelangt, teilt das VBS mit.

Bei der Massnahme sei die Sicherheit der Soldaten im Vordergrund gestanden, heisst es. Die Armee habe vor dem Entschluss eine Lagebeurteilung vorgenommen. Bei den Schussabgaben sei es nicht zu gravierenden Verletzungen gekommen. Die Vorfälle sollen nun aber detailliert abgeklärt werden.

Auf Anfang 2008 verordnete Verteidigungsminister Samuel Schmid den Wachtdienst mit durchgeladener Waffe. Allerdings konnten die Truppenkommandanten bestimmen, wie der Wachtdienst tatsächlich durchgeführt wird. An mehreren Standorten machten die Behörden Druck, dass der Wachtdienst ohne durchgeladene Waffe stattfindet.

Reizstoffsprühgerät

Nun wird flächendeckend ein Reizstoffsprühgerät eingeführt. Es handelt sich dabei um einen Pfefferspray, wie er bereits beim Truppeneinsatz während der Fussball-EM zur Ausrüstung gehörte. Mit dem Spray ausgerüstet werden jene Armeeangehörigen, die Wachtdienst leisten: Sie werden ab sofort für den Einsatz des Pfeffersprays ausgebildet.

SDA/bru/grü

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