Morddrohungen gegen Philipp Müller

Sein Konzept für die Umsetzung der MEI löst bei den Gegnern Hass aus, den sie auf Facebook kundtun.

Steht für den umstrittenen «Inländervorrang light»: FDP-Politiker Philipp Müller, hier an einer Diskussion zum Freizügigkeitsabkommen mit der EU am 1. Dezember 2016 in Bern.

Steht für den umstrittenen «Inländervorrang light»: FDP-Politiker Philipp Müller, hier an einer Diskussion zum Freizügigkeitsabkommen mit der EU am 1. Dezember 2016 in Bern. Bild: Anthony Anex/Keystone

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FDP-Ständerat Philipp Müller wird im Netz aktuell zur Zielscheibe übelster Hetzkommentare, darunter sogar Morddrohungen. Hinter den Bösartigkeiten stecken laut der «Aargauer Zeitung» Kritiker des nach Müller benannten Konzepts für die Umsetzung der Masseinwanderungsinitiative. Sie werfen dem Politiker vor, den Volkswillen zu ignorieren. Ihrer Wut machen sie im Netz ungefiltert Luft:

«Du elende Landesverräter!!! Hoffe wirsch au mal über de Huufe gfahre!!!!!!!», heisst es da etwa auf dem öffentlich zugänglichen Facebook-Profil von Müller. Ein anderer Nutzer beschimpft den FDP-Politiker so: «Verdammts arschloch bisch phillip.....!!!! also meh kanni dazua nit säga. hoffentli frisst di dr krebs amol elend uf...». Ein «Sascha Udry» fordert: «Aufräumen mit dem Volksverräter inkl. seiner Sippe.» Wieder ein anderer Hetzer droht: «Sein dämliches Grinsen wird ihm noch vergehen. Tag X kommt immer näher.»

Strittige «Weltwoche»-Story

«Weltwoche»-Verleger Roger Köppel hatte Müller Anfang Dezember in seinem Blatt heftig attackiert und unter anderem als «dumm» bezeichnet.

Philipp Müller hat laut «Aargauer Zeitung» eine Stellungnahme bisher abgelehnt.

Update folgt ...

(jdr)

Erstellt: 12.12.2016, 09:01 Uhr

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