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Physiker wollen politische Kettenreaktion auslösen

Fachexperten stellen sich gegen die Energiewende. Der Verein Kettenreaktion will ein Referendum gegen den Atomausstieg lancieren. Die Linke fürchtet sich nicht vor den «atomaren Oldboys», die Rechte zögert.

Der Bundesrat hat die Energiewende 2011 beschlossen, nun wird um die Details gefeilscht: Das AKW Gösgen.
Der Bundesrat hat die Energiewende 2011 beschlossen, nun wird um die Details gefeilscht: Das AKW Gösgen.
Keystone
Will den gegnerischen Stimmen mehr Gehör verschaffen: Hans-Rudolf Lutz, Präsident des Vereins Kettenreaktion und Ex-Direktor des AKW Mühleberg (rechts). (Archivbild)
Will den gegnerischen Stimmen mehr Gehör verschaffen: Hans-Rudolf Lutz, Präsident des Vereins Kettenreaktion und Ex-Direktor des AKW Mühleberg (rechts). (Archivbild)
Keystone
Glaubt nicht an die Schlagkraft des Vereins: SP-Energiepolitiker Roger Nordmann.
Glaubt nicht an die Schlagkraft des Vereins: SP-Energiepolitiker Roger Nordmann.
Keystone
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Drei Jahre ist es her, seit in Japan ein Tsunami die Reaktoren des Kernkraftwerks Fukushima zerstörte. Ebenso lange ist in der Schweiz die Energiewende beschlossene Sache. Die Gesetzesarbeit zu diesem umfangreichen Reformprojekt ist heute in vollem Gang. Kritiker bemängeln, der Bundesrat schleuse es am Volk vorbei. Der Grund: In der Energiestrategie 2050 sind zwar referendumsfähige Gesetzesänderungen vorgesehen, aber ein Grundsatzentscheid auf Verfassungsstufe ist nicht geplant. Daher konnte die Bevölkerung bisher noch zu keinem Aspekt der Energiewende Stellung nehmen. Entsprechende Vorhaben scheiterten bereits in der Anfangsphase. So kam etwa letztes Jahr das Referendum gegen die Erhöhung der kostendeckenden Einspeisevergütung (KEV) nicht zustande. Und im Aargau konnten diesen Frühling Windkraftgegner ihre kantonale Initiative für ein Moratorium nicht fristgerecht einreichen – angeblich wegen gestohlener Unterschriftenbögen.

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