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Pilatus operiert in Saudiarabien wohl illegal

Der Stanser Flugzeugbauer hilft der saudischen Luftwaffe, die im Jemen Zivilisten bombardiert. Eine Bewilligung hat er für den Auftrag nicht eingeholt.

Saudische Armeeoffiziere vor dem Logo der Royalen Saudi Air Force in Riad. Foto: Fayez Nureldine (AFP)
Saudische Armeeoffiziere vor dem Logo der Royalen Saudi Air Force in Riad. Foto: Fayez Nureldine (AFP)

Es war eine Erfolgsmeldung: Stolz verkündeten die Pilatus-Flugzeugwerke im Geschäftsbericht 2017, dass es gelungen war, einen Supportvertrag mit der saudischen Luftwaffe abzuschliessen. Die Pilatus-Belegschaft am Stützpunkt in Riad wachse kräftig.

Doch die Champagnerlaune am Firmenstandort Stans ist verflogen, spätestens seit diese Zeitung den Auftrag am Mittwoch publik gemacht hat. Eine militärische Unterstützung für das saudische Regime wirkt nicht nur angesichts der kaltblütigen Ermordung des Dissidenten Jamal Khashoggi (siehe Kasten) problematisch. Die Tatsache, dass die saudische Luftwaffe seit 2015 einen blutigen Luftkrieg im Jemen führt und immer wieder zivile Ziele trifft, wirft ganz andere Fragen auf. Zum Beispiel: Hilft Pilatus der Royal Saudi Air Force bei diesen Bombardierungen? Macht sich die Schweiz mitschuldig am Elend im Jemen?

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