Zum Hauptinhalt springen

Pilot muss wegen Entführung vor das Bundesstrafgericht

Die Bundesanwaltschaft hat den Co-Piloten, der 2014 eine Boeing 767 nach Genf entführte und Asyl beantragte, wegen Freiheitsberaubung angeklagt.

«Viele merkten wohl erst in Genf, dass etwas Ausserplanmässiges geschehen ist»: Polizisten beobachten einen Passagier, der das Flugzeug der Ethiopian Airlines in Genf verlässt.
«Viele merkten wohl erst in Genf, dass etwas Ausserplanmässiges geschehen ist»: Polizisten beobachten einen Passagier, der das Flugzeug der Ethiopian Airlines in Genf verlässt.
Richard Juilliart, AFP
Gelandet: Das Flugzeug der Ethiopian Airlines wurde auf dem Weg von Addis Abeba nach Rom entführt und landete am internationalen Flughafen in Genf. (17. Februar 2014)
Gelandet: Das Flugzeug der Ethiopian Airlines wurde auf dem Weg von Addis Abeba nach Rom entführt und landete am internationalen Flughafen in Genf. (17. Februar 2014)
Salvatore Di Nolfi, Keystone
Passagiere werden in Genf aus der entführten Maschine der Ethiopian Airlines evakuiert. (17. Februar 2014)
Passagiere werden in Genf aus der entführten Maschine der Ethiopian Airlines evakuiert. (17. Februar 2014)
Salvatore Di Nolfi, Keystone
1 / 8

Es ist eine der skurrilsten Episoden der Schweizer Luftfahrtgeschichte. Sie endete glücklicherweise glimpflich. Ein Co-Pilot der Ethiopian Airlines entführte im Februar 2014 ein Flugzeug des Typs Boeing 767-300 nach Genf. Die Maschine mit 202 Passagieren an Bord war in der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba gestartet und hätte eigentlich um 4.40 Uhr in Rom landen sollen. Hätte, denn der junge Mann mit Jahrgang 1983 hatte sich einen anderen Plan zurechtgelegt. Er nutzte die Toilettenpause des Chefpiloten, um das Kommando über das Flugzeug zu übernehmen. Den Kapitän sperrte er kurzerhand aus dem Cockpit aus, nahm Kurs auf Genf und meldete der italienischen Flugsicherung, er habe die Maschine entführt.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.